Hamburg (dpa/tmn) - Gekochte Nudeln halten sich im Kühlschrank nur drei bis vier Tage, Brat- und Pellkartoffeln maximal drei und zubereiteter Reis sogar nur zwei Tage. Durch die Stärke sind sie anfällig für Bakterien.

Ihre Sporen sind relativ hitzeresistent und lassen sich auch beim zweiten Aufwärmen nicht richtig abtöten, erklärt Prof. Dirk Bockmühl, Mikrobiologe an der Hochschule Rhein-Waal, in der Zeitschrift "Good Health" (Ausgabe 4/2019).

Der Experte würde auch geöffnete Milch, egal ob Frischmilch oder H-Milch, nur drei bis vier Tage aufbewahren. Damit die Keime gar nicht erst in den Kühlschrank gelangen, sollten Gerichte direkt nach dem Abkühlen in den Kühlschrank, spätestens aber zwei Stunden nach dem Kochen. Sonst steige die Wahrscheinlichkeit, dass sich Bakterien schon rasant vermehrt haben. Als Faustregel für das Wiedererwärmen sollten Speisen immer auf 70 Grad für mindestens zwei Minuten erhitzt werden.

Bockmühl rät zudem, den Kühlschrank mindestens einmal im Monat mit Essigwasser oder einem normalen Reiniger auszuwischen.

Literatur:

Dirk Bockmühl: Keim daheim - alles über Bakterien, Pilze und Viren, Droemer, 288 Seiten, 16,99 Euro, ISBN: 978-3426277591.