Berlin (dpa) - Fortsetzungen scheinen vielen Tatort-Fans nicht so recht zu schmecken. Die Kieler Krimi-Episode Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes erreichte am Sonntagabend im Ersten 8,57 Millionen (24,0 Prozent) Zuschauer.

Das wäre für andere TV-Sendungen ausgezeichnet, für Deutschlands beliebteste Krimireihe ist es immerhin ein guter Wert. Zuletzt hatten die Tatort-Folgen aus Berlin und Niedersachsen Werte um 10 Millionen und 10,5 Millionen erzielt. Der Münster-Tatort hatte Anfang November sogar 13,63 Millionen Zuschauer vor die Bildschirme gelockt.

Die NDR-Produktion Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes mit Gaststar Lars Eidinger als Serienkiller Kai Korthals knüpfte an einen Borowski-Krimi aus dem Jahr 2012 an. Die Folge hatte kurzfristig einen anderen Tatort mit Til Schweiger ersetzt, der wegen der Pariser Anschläge auf den Januar verschoben worden war.

Auch Günther Jauchs letzter Auftritt als Talkmaster im Ersten war kein großer Publikumsmagnet. 4,64 Millionen schalteten ab 21.45 Uhr ein. Das entspricht einem Marktanteil von 16,2 Prozent.

Stärkste Konkurrenz für den Tatort war das ZDF-Melodram Liebe deinen Nächsten mit Franziska Schlattner und Rufus Beck, für das sich 6,07 Millionen (17,0 Prozent) entschieden. Der Science-Fiction-Film Elysium auf RTL kam auf 3,08 Millionen (9,0 Prozent). Den Western Django Unchained mit Christoph Waltz und Jamie Foxx auf ProSieben wollten 2,52 Millionen (8,5 Prozent) sehen.

Eine Doppelfolge der Sat.1-Krimiserie Navy CIS interessierte 1,96 Millionen Zuschauer (5,6 Prozent). Die Vox-Show Grill den Henssler erzielte 2,07 Millionen (6,9 Prozent).

Im Jahresverlauf liegt der Vorjahressieger, das ZDF, mit 12,5 Prozent Marktanteil vorn. Das Erste kommt auf 11,5 Prozent. RTL ist weiter stärkster Privatsender und erreicht 10,0 Prozent. Danach kommen Sat.1 und ProSieben mit 8,0 und 5,3 Prozent. Vox erzielt 5,0 Prozent, Kabel eins 3,8 Prozent, RTL II 3,7 Prozent und Super RTL 1,7 Prozent Marktanteil.