Berlin (dpa) - Kommissar Klaus Borowski musste diesmal auf einer kleinen einsamen Nordseeinsel ermitteln und hat damit den Quotensieg für das Erste geholt. Der neueste Fall des Kieler "Tatort"-Ermittlers (Axel Milberg) "Borowski und das Land zwischen den Meeren" hatte von 20.15 Uhr an 10,24 Millionen Zuschauer, der Marktanteil lag bei starken 27,9 Prozent.

Es war nach 14 Episoden mit Sarah Brandt (Sibel Kekilli) an seiner Seite die erste Folge, in der Borowski wieder auf sich gestellt war und es dabei gleich mit mehreren merkwürdigen Todesfällen auf der fiktiven Insel Suunholt zu tun bekam.

Der Kommissar aus Kiel hatte damit Spitzenwerte - mehr Zuschauer gab es für Borowski nach den Daten der ARD-Medienforschung nur einmal: "Der Himmel über Kiel" im Januar 2015 lag mit 10,64 Millionen und 28,3 Prozent Marktanteil noch etwas über dem jüngsten Fall, der sich auch inhaltlich abhob - nicht nur, weil eines der Todesopfer beim Sex in der Badewanne ertränkt und ein anderes von seinen Schweinen angefressen wurde. Borowski, der einsame Einzelgänger aus dem hohen Norden, kam auch der Geliebten des ersten Toten (Christiane Paul) näher als für ihn sonst üblich.

Der "Tatort" räumt bei den Einschaltquoten in den vergangenen Wochen regelmäßig ab, Werte über der 10-Millionen-Marke gab es gleich mehrfach, zuletzt in der vergangenen Woche mit Nina Rubin (Meret Becker) und Robert Karow (Mark Waschke) im "Berlinale-Tatort". Er lag mit 10,23 Millionen Zuschauern (27,3 Prozent) etwas unter den guten Werten für Borowski. Die "Tagesschau" direkt vor dem Krimi hatte mit 8,18 Millionen Zuschauern (23,1 Prozent) allein im Ersten am Tag, an dem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihre Minister bekanntgab, ebenfalls eine überdurchschnittliche Quote. In allen Programmen waren es sogar 13,19 Millionen (37,3 Prozent), damit waren die ARD-Hauptnachrichten die am meisten gesehene Sendung des Tages.

Das ZDF zeigte von 20.15 Uhr an die TV-Komödie "Chaos-Queens: Lügen, die von Herzen kommen", wofür 3,16 Millionen Zuschauer (8,6 Prozent) einschalteten. Das ZDF hatte allerdings auch schon in den frühen Morgenstunden ein Millionenpublikum und Rekordwerte: 3,19 Millionen Zuschauer verfolgten ab 5.10 Uhr das Eishockey-Finale mit deutscher Beteiligung. Der Marktanteil lag bei ungewöhnlichen 51,2 Prozent - der nach ZDF-Angaben beste Wert aller Übertragungen aus Pyeongchang. Die Schlussfeier gegen Mittag verfolgten 5,04 Millionen, der Marktanteil lag bei 29,8 Prozent.

Auf Sat.1 interessierten sich durchschnittlich 2,66 Millionen (8,5 Prozent) für die neue Folge der Castingshow "The Voice Kids", auf ProSieben 2,59 Millionen (8,4 Prozent) den Fantasy-Actionfilm "X-Men: Apocalypse". Das Abenteuerdrama "Everest" auf RTL ab 20.15 Uhr erreichte 2,13 Millionen Zuschauer (6,3 Prozent).

Auf Vox sahen 1,95 Millionen (6,7 Prozent) die Kochduell-Show "Kitchen impossible", auf RTL II 0,81 Millionen (2,5 Prozent) die TV-Komödie "Was Frauen wollen" mit Mel Gibson als unbelehrbarem Macho und auf ZDFneo 0,70 Millionen (1,9 Prozent) den Krimi "Bella Block: Das Schweigen der Kommissarin" mit Hannelore Hoger.

Im Jahresschnitt 2018 liegt das ZDF unter den deutschen Fernsehsendern bislang mit einem Marktanteil von 14,4 Prozent auf Platz eins. Es folgt das Erste mit 13,0 Prozent vor dem privaten Marktführer RTL mit 9,1 Prozent. Dahinter liegen Sat.1 (5,7 Prozent), Vox (4,8 Prozent), ProSieben (4,0 Prozent), Kabel eins (3,2 Prozent), ZDFneo (3,1 Prozent) sowie RTL II (3,0 Prozent) und Super RTL (1,7 Prozent).

Tatort: Borowski und das Land zwischen den Meeren

Chaos-Queens: Lügen, die von Herzen kommen