Berlin (dpa) - Die öffentlich-rechtlichen TV-Anstalten sollen nach Möglichkeit sparsam mit dem Geld des Beitragszahlers umgehen.

Bei allen Bemühungen kommt ihnen aber auch der Zufall entgegen, wie zum Beispiel bei den Dreharbeiten zum neuesten Film aus der Krimireihe "Kommissar Dupin" mit dem Titel "Bretonisches Leuchten", wie Regisseurin Dagmar Seume am Dienstagabend in Berlin berichtete.

In dem Krimi wird eine Frau in den Fluten vor der bretonischen Küste vermisst. Normalerweise müsse dann für viel Geld ein Hubschrauber gemietet werden, um den Sucheinsatz zu drehen, erzählte Seume. "Da aber zufällig ein deutscher Tourist, der von einer Klippe gesprungen war, vermisst wurde, kam ein Helikopter zu einem echten Einsatz angeflogen, und wir konnten den dann filmen - große Ersparnis."

"Bretonisches Leuchten" ist der sechste Film in der Reihe nach den Büchern des Autoren Jean-Luc Bannalec, hinter dem sich der deutsche Verleger Jörg Bong verbirgt. Er habe den Namen des Ortes Bannalec als Pseudonym übernommen, weil er einen typischen bretonischen Klang habe, erzählte Bong 2017 dem bretonischen Blatt "Le Télégramme".

Der siebte Band in der Reihe werde voraussichtlich im Juni erscheinen, sagte TV-Produzent Mathias Lösel von der Firma filmpool fiction am Dienstag. Im September sollen dann die Dreharbeiten für den siebten Film beginnen. Wo genau sei noch offen, so Lösel, das bleibe bis zum Erscheinen des Buches ein Geheimnis.

In der Hauptrolle des Kommissars Dupin spielt der gebürtige Schweizer Pasquale Aleardi (46) - er kann bald sogar auch in Frankreich auf dem Bildschirm bewundert werden, denn das Medienhaus AB erwarb die Ausstrahlungsrechte für Frankreich. Welcher Sender die Filme dort ausstrahlt, steht noch nicht fest.

"Bretonisches Leuchen" ist an diesem Donnerstag (1. März, 20.15 Uhr) im Ersten zu sehen.