Berlin (dpa) - Zigaretten rauchen auf dem höchsten Turm der Stadt, Crystal Meth ziehen in dunklen Clubkellern - im Leben von Eric (Jannik Schümann) folgt auf jedes Hoch auch schnell das nächste Tief.

Zwischen Streitereien mit der Familie und Partys verfolgt er ein großes Ziel: Eric möchte Schauspieler werden. An der Berliner Schauspielschule wird er angenommen. Die Mutter (Heike Makatsch) ist stolz, doch sein Stiefvater (Benno Fürmann) und der Rest der Familie sehen in Eric nur noch einen Junkie, einen Fehler, ein Problem. ProSieben zeigt das Drama "9 Tage wach" am Sonntag um 20.15 Uhr.

Seiner Freundin Anja (Peri Baumeister) verspricht Eric, mit den Drogen aufzuhören, seiner Mutter verspricht er, nie den Glauben an sich zu verlieren. Doch er bricht noch mehr als diese Versprechen. Sein Schauspiellehrer (Martin Brambach) schenkt ihm Vertrauen, erkennt sein Potenzial und investiert in sein Talent - auch ihn wird Eric enttäuschen.

Eben liegt er noch nackt auf den kalten Fliesen der Entzugsklinik, schon zerdrückt er wieder kleine Kristalle mit seiner Kreditkarte. Konfrontiert mit dem Tod, gestärkt durch Hoffnung, gebrochen durch das Ende seiner Träume - Erics Geschichte gleicht dem Stroboskop seiner Partynächte.

"9 Tage wach" zeigt Erics Stehfests Drogenvergangenheit nach dem Vorbild der gleichnamigen Autobiografie: laut, intensiv und ohne Filter. Unter der Regie von Damien Harper ist ein Blockbuster entstanden, der mitreißt, erschüttert und zum Nachdenken anregt.