Berlin (dpa) - Der Klimawandel ist in diesen Tagen ein zentrales Thema. Jugendliche machen vielerorts darauf aufmerksam, sie machen sich Sorgen um ihre Zukunft. Seit Monaten gehen junge Leute freitags auf die Straßen, um für umfassende und effiziente Klimaschutz-Maßnahmen zu demonstrieren.

Die Politiker handeln ihnen nicht schnell genug. Auch deshalb will die junge Generation die Angelegenheit zunehmend selbst in die Hand nehmen. Wie unterschiedlich ihr Engagement aussieht, zeigt die ZDF-Reportage "Nur die eine Welt! Jugendliche protestieren". Der Sender strahlt sie am Dienstag (15. Oktober) im späteren Abendprogramm (22.15 Uhr) aus.

Im Mittelpunkt stehen drei junge Menschen: Samuel (14), Ragna (18) und Andreas (19). Sie kämpfen für die Umwelt und wählen dabei eine jeweils andere Strategie. Während Samuel regelmäßig an Demonstrationen teilnimmt und vor seiner Schule "Elterntaxis" stoppt, will Ragna nicht nur Menschen erreichen, die auf die Straße gehen. Die 18-Jährige spricht auf Marketing-Messen und organisiert den ersten offiziellen Kongress der "Fridays for Future"-Bewegung.

Andreas packt hingegen mit den Händen an. Der 19-Jährige aus dem Allgäu absolviert eine Ausbildung zum Landmaschinen-Mechatroniker und tüftelt in seiner Freizeit an nachhaltiger Technik. Während andere in seinem Alter in ferne Länder reisen, bleibt er lieber in seinem Dorf und engagiert sich für eine lebenswerte Zukunft. Dass das sein Lebensinhalt ist, erzählt er in einem der vielen Interviews und Gesprächsrunden, aus denen die Reportage größtenteils besteht. Sie folgt den Protagonisten auf Demonstrationen, Events oder in die Schule und ist auch dabei, wenn sie mit ihren Eltern diskutieren.

Nicht immer verlaufen die Gespräche reibungsfrei. Samuels Mutter etwa gibt offen zu, dass sie von der Starrsinnigkeit ihres Sohnes hin und wieder genervt ist. Was ihm fehle, versucht sie zu vermitteln, sei die Toleranz gegenüber anderen Meinungen. Auch Ragnas Mutter kann nicht alles hinnehmen, was die Tochter ihr an Versäumnissen vorwirft. Beide Seiten setzen auf die Kraft des Arguments.

Die Angelegenheit ist komplex. Das wird auch Samuel spätestens dann klar, als er in ein Dilemma gerät. Sein Vater lebt in Ecuador. Beide haben sich seit zwölf Jahren nicht gesehen. Als der Vater ihn in die Heimat einlädt und sogar den Flug bezahlt, kommt Samuel ins Grübeln. Der Wunsch, ihn besser kennenzulernen, ist groß. Aber er will auf keinen Fall fliegen. Als er sich am Ende doch dafür entscheidet, plagt ihn sein Gewissen. Um es zu beruhigen, greift der 14-Jährige zu einem Trick.

Nur die eine Welt! Jugendliche protestieren