Schönhausen l Seit im November 2018 die Brücke über den Graben am Herkules und noch zwei Stege gelegt worden sind, liegt der Park im Dornröschenschlaf. Daraus geweckt wird er erst im Herbst, wenn es mit dem zweiten Bauabschnitt weitergeht. Der erste Abschnitt im oberen Bereich der barocken Anlage mit Terrasse, Teich samt Sandsteinfiguren, Wegen und Beeten ist seit 2017 fertig und kann auch betreten werden, der Rest ist gesperrt.

Dass die praktischen Arbeiten so lange pausieren (auf dem Papier erfolgten Planungen und Genehmigungen), hat auch einen Vorteil: Es zeigt sich, dass auch fast sieben Jahre nach der Flut immer noch große Bäume umkippen – Spätfolgen des langen Stehens im Wasser. Deshalb wird im Herbst auch nochmals ein radikaler Schnitt gemacht. Weitere der großen Bäume, die stehengeblieben sind, fallen. Und Hecken, die inzwischen zu Bäume gewachsen sind, werden radikal gestutzt. „Das Bild des Parkes wird sich ändern“, sagt Peter Hackel.

Als Leiter des Igea-Planungsbüros hatte er sich mit der Flutsanierung beschäftigt. Nun ist er zwar im Ruhestand, aber als Ratsmitglied widmet er sich weiterhin intensiv dem Projekt. Der zweite Bauabschnitt kommt jetzt zur Genehmigung. Sobald die vorliegt, kann ausgeschrieben werden. Firmen werden gebraucht, um Wege anzulegen und den Baumschnitt zu vollziehen. Und natürlich neue Bäume zu pflanzen – das vielleicht erst Anfang 2021. Außerdem werden die noch vorhandenen Fundamente des einstigen Teehäuschens auf der Insel freigelegt und leicht aufgemauert, in der Mitte wird die Figur „Diana ohne Kopf“ stehen. Sie ist 2017 zusammen mit den anderen restauriert aus Magdeburg zurück gekommen und wartet eingelagert darauf, zurück in den Park zu kommen. Vor der Überdachung der abgerissenen Bühne wird eine (Tanz)Fläche gepflastert. Sichtbar gemacht werden soll die Grabstelle, an der zwei Hunde Otto von Bismarcks begraben worden waren.

Der dritte Abschnitt mit dem Pfarrpark kommt frühestens 2022 dran. Hier sind die Planungen noch zu vollenden. Eingerichtet wird eine Festwiese, auf der Stände stehen könnten und die mobile Bühne.

Gründung Förderverein

Parallel zur Sanierung beschäftigt sich die Gemeinde jetzt mit der Gründung eines Fördervereins. Der soll es nicht nur möglich machen, Fördermittel zu erlangen, sondern auch mit Arbeitseinsätzen die Pflege der neu angelegten Anlagen unterstützen. Peter Hackel und Gottfried Bauch haben sich bereits mit einer Satzung befasst, noch Ende März könnte der Verein gegründet werden. „Dann machen hoffentlich viele Schönhauser mit“, wünscht sich Bürgermeister Jürgen Mund eine breite Unterstützung der Mammutaufgabe, den Park in Ordnung zu halten – schon jetzt im Bereich des 1. Abschnittes und auch im großen Rest, wenn er denn fertig ist.