Berlin (dpa/tmn) - Eisen, Zink, Jod und gesunde Fette sind wichtige Nährstoffe um ein Baby gut zu versorgen. Doch nicht im jeden Fertigbrei sind sie ausreichend vorhanden, wie eine Untersuchung de Stiftung Warentest jetzt zeigt.

Insgesamt 20 Fertiggläschen mit Babybrei prüften die Tester dabei auf Inhalt und Schadstoffe, darunter waren 5 vegetarische Varianten. Besonders oft enthielten die Gläschen Möhren, Fleisch, Kartoffeln oder Pasta. Die gute Nachricht: Pestizidrückstände oder Keime fanden die Tester nirgendwo. Dennoch bekamen nur 7 Produkte die Note "gut", berichtet die Stiftung in ihrer Zeitschrift "test" (Ausgabe 1/2021).

Couscous, Süßkartoffeln und Tomaten-Gemüse

Vorne landeten die Sorten "Bio Fenchel-Pastinake mit Couscous und Huhn" von der Drogeriemarktkette dm und "Vegetarisches Menü: Couscous Gemüse Pfanne" von Hipp. Beide bekamen die Gesamtbewertung 2,2.

Die Note "gut" erhielten außerdem zwei Sorten von Bebivita ("Rahmkartoffeln mit Karotten und Hühnchen" und "Kartoffel-Püree mit Gemüse und Hackfleisch"), sowie zwei Breisorten von Alnatura ("Vegetarisches Menü Linsengemüse mit Couscous" und "Gemüse mit Süßkartoffeln und Huhn"). Die günstigste Sorte unter den "guten" Fertiggläschen war "Babylove Tomaten-Gemüse mit Nudeln" von dm.

Gut und günstig - diese Kombination ist den Testern zufolge möglich. Im Schnitt kosteten die Gläschen der mit "gut" bewerteten Anbieter 0,31 bis 0,66 Euro pro 100 Gramm. Auf das 190-Gramm-Gläschen umgerechnet waren es Stückpreise zwischen 0,58 und 1,25 Euro.

Zu wenig Nährstoffe und somit nur "befriedigend"

Die 13 anderen Gläschen schnitten jeweils mit der Note "befriedigend" ab. In ihnen steckte meist von einzelnen Nährstoffen zu wenig, etwa von Eisen, um ein sechs Monate altes Baby ausreichend zu versorgen. Dabei ist Eisen laut "test" wichtig für die Entwicklung von Kindern. Eltern könnten der Kost daher etwas Fleischbrei beimischen.

Eisen nimmt der Körper aber nicht nur über Fleisch auf. Auch Amaranth oder Linsen sind reich daran. Grundsätzlich sei abwechslungsreiche Ernährung auch für Säuglinge gut - verschiedene Sorten fördern die Geschmacksbildung, empfehlen die Tester

Ein Hersteller bekam zwar die Gesamtbewertung "befriedigend", aber im Bereich Schadstoffe nur die Teilnote "ausreichend". In seinem Produkt fanden die Tester viel Nitrat - zu viel davon kann nach Angaben der Stiftung die Sauerstoffversorgung des Blutes bei Säuglingen beeinträchtigen. Der erlaubte Nitrat-Höchstgehalt war bei diesem Brei zu etwas mehr als der Hälfte ausgeschöpft. Dies führte zur Abwertung.

Laut der "test" empfehlen Experten, Babys frühestens im Alter von fünf Monaten das erste Mal mit Brei zu füttern. Nicht alle getesteten Produkte waren gut erkennbar mit einer Altersangabe gekennzeichnet.

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Test: Babybrei