Weinheim (dpa/tmn) - Schnell noch was liken oder ein Bild in den Gruppenchat schicken: Kleine Kinder quengeln und nörgeln, wenn ihre Eltern ständig in ihrem Beisein aufs Smartphone schauen. Die Krux: Je schlechter gelaunt Kinder sind, desto häufiger wenden sich Eltern ihren technischen Geräten zu.

Das sind Ergebnisse einer US-Studie mit 172 Familien mit Kindern unter fünf Jahren, die mehrmals befragt wurden, heißt es in der Zeitschrift "Psychologie Heute" (Ausgabe November 2018).

Die Forscher vermuten, dass es die Eltern kurzfristig erleichtert, sich vom quengelnden Kind abzuwenden, wenn sie das Handy zücken. Gleichzeitig verpassen sie dabei aber die Chance für einen wichtigen Kontakt zum Kind.

Eltern, die sich häufig von ihrem Smartphone ablenken lassen, vermitteln ihren Kindern das Gefühl, Kontakt und Zuwendung seien von den Geräten gesteuert. Zuwendung werde so für die Kinder unvorhersehbar. Die Eltern seien zwar körperlich anwesend, aber nur sporadisch emotional präsent. Das Einzige, was hilft: Die Geräte wegstecken, wenn man mit dem Kind zusammen ist.