Baierbrunn (dpa/tmn) - Die Tage werden wieder länger. Das ist nicht nur gefühlt schön, sondern tatsächlich gut für die Psyche. Denn Lichteinfall sorgt dafür, dass der Körper die Produktion des sogenannten Glückshormons Serotonin steigert und gleichzeitig weniger vom Müdemacher Melatonin ausschüttet.

Deshalb kann es helfen, mit kleinen Ritualen bewusst mehr Licht in den Tag zu holen, erklärt die Zeitschrift "Senioren Ratgeber" (Ausgabe 2/2020).

Ältere profitieren davon besonders, weil sie häufig nicht mehr allzu oft automatisch vor die Tür kommen. Die Zeitschrift rät daher zum Beispiel, den Frühstücksplatz an eine sonnige Stelle zu verlegen oder jeden Morgen sofort alle Vorhänge und Jalousien zu öffnen. Ein Spaziergang zur Mittagszeit ist ebenfalls eine gute Idee - wenn es geht, am besten ohne Sonnenbrille. Denn die Augen sind dafür zuständig, die Lichtsignale für die Hormonproduktion ans Hirn weiterzugeben.

Wer schwer vor die Tür kommt oder eine generell dunkle Wohnung hat, kann sich auch mit einer Tageslichtlampe behelfen. Die sollte den Angaben nach eine Stärke von mindestens 10 000 Lux haben und vor allem vormittags brennen - denn dann hilft sie am meisten.