Hamburg (dpa/tmn) - Unerwartetes Lob zu bekommen, hebt die Mundwinkel und fühlt sich so an, als ob der Komplimentemacher einen innerlich angeknipst hat.

Ist das Kompliment ernst gemeint, schüttet das Gehirn Glückshormone aus, erklärt Psychologin Eva Wlodarek in der Zeitschrift "Cosmopolitan" (Ausgabe März/2020). Für sie ist ein gelungenes Kompliment wie ein Lob-Espresso: spontan, kurz, wohltuend.

Wechselwirkung beim Loben

Was viele nicht wissen: Es gibt eine Wechselwirkung zwischen gelobter Person und dem Boten. Die eigenen Spiegelneuronen im Gehirn fangen die gute Laune des anderen auf. Und so fühlt man sich selbst gut. Wer also fleißig Komplimente verteilt, mache sich selbst glücklich.

Menschen, die gern nette Sachen zu anderen sagen, achten vor allem auf positive Dinge und schieben negative Gedanken beiseite, so Wlodarek. Aber Vorsicht: Ist das Kompliment nicht ernst gemeint, geht das Lob nach hinten los.

Körperhaltung verrät einen

Denn Augen, Stimme und Körperhaltung verraten einen, und es wirkt nicht. Menschen hätten sehr feine Antennen dafür, ob jemand ein Kompliment wirklich ehrlich meint oder einen mit Hintergedanken schmeicheln will.

Komplimente wirken entsprechend der Wechselwirkungstheorie auch in einer Beziehung Wunder. Dazu empfiehlt Psychologin eine einfache Übung: Dem Liebsten eine Woche lang täglich drei Komplimente machen. Dadurch entdecke man Eigenschaften an ihm wieder, die man im Alltag eventuell gar nicht mehr aktiv wahrgenommen hat.