Baierbrunn (dpa/tmn) - Wenn ihre Eltern oder Geschwister Allergien haben, können Babys mit höherer Wahrscheinlichkeit Abwehrreaktionen entwickeln. In diesem Fall bekommen nicht gestillte Kinder am besten eine hypoallergene Säuglingsnahrung, die sogenannte HA-Milch.

Das Protein in diesem Milchpulver wird in so winzige Stücke aufgespalten, dass das Immunsystem diese nicht mehr als fremdartig ansieht, heißt es in der Zeitschrift "Baby und Familie" (Ausgabe 10/2018). Doch einmal HA-Milch heißt nicht, dass es immer bei HA-Milch bleiben muss.

Zeigen Babys bis zum Ende des sechsten Lebensmonats keine Anzeichen für eine Allergie - zum Beispiel Neurodermitis, Heuschnupfen, Asthma oder eine Lebensmittelallergie -, können Eltern auf normale Pre-Milch umstellen. Sie ist in der Zusammensetzung Muttermilch am ähnlichsten.

Anders liegt der Fall wiederum, wenn bei dem Kind eine Kuhmilchallergie festgestellt wird: Dann ist auch HA-Milch tabu, weil in ihre ebenfalls Kuhmilcheiweiß enthalten ist. Solche Babys werden stattdessen mit einer sogenannten vollhydrolysierten Milch gefüttert, bei der das Protein vollständig aufgespalten ist. Am besten lassen sich Mutter und Vater vom Kinderarzt beraten. Auch auf Allergien spezialisierte Ernährungsberater können Auskunft geben.