Mainz (dpa/tmn) - Wenn Kinder einen Unfall miterleben, müssen Eltern ihnen vor allem ein Gefühl der Sicherheit vermitteln. Die Kernbotschaften sind dabei: Es droht keine weitere Gefahr - und du bist nicht allein. Darauf weist der Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie (BKJPP) hin.

Ansonsten sollten Eltern ihren Kindern vor allem erklären, was passiert ist. Denn Ungewissheit und Unwissen belasten nur zusätzlich. Wenn Kinder körperliche Reaktionen wie Zittern oder Hyperventilation zeigen, sollten Mama und Papa zum Beispiel erklären, dass so etwas ganz normal ist. So wissen Kinder, dass die Phänomene wieder verschwinden - und dass sie diese nicht verstecken oder unterdrücken müssen.

Professionelle Hilfe brauchen Kinder bei der Verarbeitung von Unfällen und anderen Ausnahmesituationen nicht unbedingt. Kinder leiden aber möglicherweise noch lange unter dem Erlebten. Eltern sollten den Nachwuchs daher entsprechend aufmerksam beobachten - und gegebenenfalls Unterstützung suchen. Gleiches gilt auch, wenn Eltern durch die Ereignisse selbst überfordert sind, und das Kind daher nicht ausreichend unterstützen können (www.kinderpsychiater-im-netz.de).