Berlin (dpa/tmn) - Manchmal ist es der Traum der Eltern, manchmal eine Idee des Kindes: Reitstunden oder Fußballtraining, Saxofon-Unterricht oder Chorgesang zum Beispiel.

Was ist aber, wenn das Kind das plötzlich nicht mehr will, es nur noch widerwillig Flötenunterricht nimmt oder mit größter Unlust Judo trainiert?

"Freizeitaktivitäten sollen in erster Linie Spaß machen und ein Ausgleich für den stressigen Kita- oder Schulalltag sein", sagt Erziehungsexpertin und Buchautorin Danielle Graf. Idealerweise eigne sich das Kind dabei neue Fähigkeiten an, erhöhe seine körperliche Fitness oder pflege vielfältige soziale Kontakte.

"Das funktioniert nur dann gut und nachhaltig, wenn das Kind aus sich heraus motiviert ist", sagt die Bloggerin (www.gewuenschtestes-wunschkind.de). Werde eine Aktivität zur lästigen Pflicht, sei diese für das Kind aber eher belastend als bereichernd. Kinder seien ohnehin schon reichlich Stress ausgesetzt. "Da ist es nicht sinnvoll, sie zu ungeliebten Aktivitäten anzuhalten", so Graf.

Zeigt das Kind über eine längere Zeit, dass es keinerlei Spaß und Lust an etwas hat, sei es nicht sinnvoll, es weiter dazu zu nötigen. Es findet sich sicher eine andere Freizeitbeschäftigung, an der das Kind mehr Spaß hat. "Selbst, wenn es "nur" mit Freunden spielt, ist das für die Entwicklung sehr förderlich", bekräftigt die zweifache Mutter.

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