Haldensleben l Gegen den Oberligisten 1. FC Lok Stendal waren defensive Stabilität und eine starke Effektivität der Schlüssel zum 3:2-Erfolg.

Krüger bringt den HSC in Führung

Lok-Trainer Jörn Schulz zeigte sich im Anschluss an die Niederlage ebenfalls zufrieden, auch wenn die Art und Weise der Gegentore reichlich Grund zur Sorge gibt. „Wir sind in einem Entwicklungsprozess. Das weiß ich, das weiß die Mannschaft, das weiß das Umfeld. Auch wenn die Ergebnisse heute und in Osterburg nicht für uns sprechen, sehe ich doch nach der ersten Trainingswoche erhebliche Fortschritte“, brach Jörn Schulz nach den ersten Vorbereitungstagen eine Lanze für sein Team. In der ersten halben Stunde im Haldensleber Waldstadion trat der Oberligist engagiert auf. Gegen tief stehende und auf Konter lauernde Gastgeber blieben klare Chancen aber selten. Erst ein kapitaler Rückpass von Benjamin Bubke zu seinem Torwart eröffnete Lucas Krüger die Möglichkeit zur Führung, die der Angreifer dankend annahm (37.).

Doch die Stendaler antworteten prompt. Der gerade zuvor eingewechselte Maurice Schmidt entwischte Willy Duda und seine scharfe Hereingabe fälschte Kevin Zimmermann unhaltbar ins eigene Tor ab (38.). Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.

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HSC-Doppelschlag nach der Pause

In den Minuten nach Wiederanpfiff wurde dann deutlich, wo die Baustellen beim Lok-Team liegen. Ohne Kapitän Philipp Groß und mit einer am Sonnabend neu zusammen gestellten Innenverteidigung Mahrhold/Knoblich fehlt Lok im Defensivverbund nach den Abgängen von Schaarschmidt, Baudis, Behling und Hey noch sämtliche Abstimmung. So führte eine einfache Freistoßeingabe zur erneuten Haldensleber Führung. Felix Kaschlaw chipte den Ball in den Strafraum, der starke Tim Girke gewann den entscheidenden Zweikampf und legte quer, so dass Pascal Thieke keine Mühe hatte zu vollenden (47.).

Noch eklatanter deckte das dritte Gegentor fünf Minuten später die Schwachstellen auf. Bei einem langen Ball von Keeper Switala spielten die Stendaler weit vor dem eigenen Tor auf Abseits. Tim Girke kam aus der Tiefe, lief durch, versetzte den heranstürmenden Bubke und ließ zum Schluss auch Torwart Ziesmann aussteigen, bevor er den Ball unter die Latte jagte (52.). „Es fehlten in dieser Phase die Abläufe und die Ausstrahlung. Wenn so etwas passiert, müssen die erfahrenen Spieler Verantwortung übernehmen“, machte Schulz klar.

Nächster Test mit Neuzugang?

Zwölf Minuten vor dem Ende sorgte Denis Neumann, am Sonnabend Kapitän, aus dem Gewühl heraus für den Anschlusstreffer. Mehr gelang Lok aber nicht mehr. Bereits am Mittwoch steht das nächste Testspiel auf dem Programm. Regionalligist Tennis Borussia Berlin gibt um 18.30 Uhr seine Visitenkarte im Hölzchen ab. Vielleicht wirkt auf Stendaler Seite dann bereits ein Neuzugang mit, passenderweise soll es sich um einen erfahrenen Innenverteidiger handeln.

Der Haldensleber SC spielt erst am 1. August wieder, Gegner ist dann der SV Staßfurt.

Statistik

Torfolge: 1:0 Lucas Krüger (37.), 1:1 Eigentor Kevin Zimmermann (38.), 2:1 Pascal Thieke (47.), 3:1 Tim Girke (52.), 3:2 Denis Neumann (78.).

Schiedsrichter: Benjamin Petri.