Klietz l Auf dem VIII. Kreisverbandstag des Fußball-Kreisfachverbandes (KFV) Altmark-Ost, der am Freitagabend in Klietz stattfand, ist Michael Müller zum neuen Präsidenten gewählt worden.

Müller löst Meinschien ab

Er löst damit Werner Meinschien, der dieses Amt 16 Jahre inne hatte, ab. Sein Vize Dieter Marks (45 Jahre in verschiedenen Funktionen im Ehrenamt) und weitere fünf Vorstandsmitglieder stellten sich nach vielen Jahren nicht mehr zur Wahl.

Michael Müller wurde in einer geheimen Wahl mit 37 Stimmen (elf Neinstimmen, zwei Enthaltungen) zum neuen Vorsitzenden des Kreisfachverbandes Altmark-Ost, der vor 26 Jahren aus den Kreisverbänden Stendal, Osterburg und Havelberg gegründet wurde, gewählt.

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Müller muss kritische Fragen beantworten

Zuvor an ihn gestellte kritische Fragen beantwortete er souverän. Damit tritt Müller das schwere Erbe von Meinschien an, dessen Laufbahn als KFV-Präsident vor 16 Jahren mit einer turbulenteren Wahl, ebenfalls in Klietz, begann.

Die anderen Mitglieder des neuen Vorstandes wurden mit deutlichen Mehrheiten in einer offenen Abstimmung berufen.

Bis auf den SV Rochau und der KSG Berkau waren übrigens alle KFV-Vereine anwesend.

Bugar unter den Ehrengästen

Zum VIII. Ordentlichen Kreisverbandstag hatte der Vorstand einige Ehrengäste eingeladen. Unter ihnen war auch Erwin Bugar, Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) und Vizepräsident des Deutschen Fußballverbandes (DFB).

Er lobte in seiner Rede das Meinschien-Team für seine herausragende Arbeit und wünschte „dass Lok Stendal zu alter Klasse zurückkehrt“.

Bugar beglückwünschte den Veranstalter für diesen Kreisverbandstag: „Das ist eine Präsenzveranstaltung, das hat nicht mal der DFB so geschafft.“

Frank Hering, kommissarischer Präsident des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt (FSA), sprach anschließend von rückläufigen Tendenzen bei den Mannschaften. Aber er schlug auch positive Töne an: „Das Feld ist bestellt, wir wollen das der Fußballsport weiter blüht.“

KSB hofft auf weiteren positiven Austausch

Zu Gast war ebenfalls Carola Schulz, Präsidenten des Kreissportbundes (KSB) Altmark-Stendal: „Es gab mit dem Vorstand oder Werner Meinschien öfters sachliche Auseinandersetzungen, dennoch war es eine sehr gute Zusammenarbeit. Ich gehe davon aus, dass wir auch weiterhin so gut zusammenarbeiten.“

Von 18000 Mitgliedern im KSB sind fast 5000 Fußballer. Damit ist der Fußball-KFV im KSB der größte Verband.

Nach den Grußworten erfolgte noch eine Schweigeminute für die Verstorbenen: Alois Foller (langjähriger Präsident und Ehrenpräsident im KFV Fußball Altmark-Ost), Manfred Steinmeyer (Ehrenmitglied im KFV Fußball Altmark-Ost), Ullrich Witte (Trainer SV Grieben 47), Uwe Huth (Trainer und Schiedsrichter SV Rochau), Ines Wendt (Vorstandsmitglied ASV Weiß Blau Stendal) und Kai Stephan (Fotograf Lokale Presse und Medien).

Umfangreiche Auszeichnungen schlossen sich an, ehe der alte Vorstand entlastet wurde.

Müller hofft auf den gemeinsamen Austausch

Bei der Wahl des neuen Vorstandes gab es eine besondere Konstellation. Für jedes Amt hatte sich nur ein Kandidat beworben. Somit ging die Neuwahl doch recht zügig über die Bühne.

„Wir freuen uns auf eine angenehme, sachliche und zukunftsorientierte Zusammenarbeit. Lasst uns gemeinsam unsere zukünftigen Aufgaben angehen“, schloss Müller seine Antrittsrede ab.

Zuvor zog er noch einmal ein Resümee über 26 Jahre KFV: „Die Zeit war geprägt von vielen Problemen. Das Hochwassser, der demografische Wandel und aktuell die Corona-Krise. Das Corona-Virus wird zukünftig von uns viel Flexibilität abverlangen. Beim Spielausschuss wurde stundenlang geplant, um einen Rahmen-Terminplan hinzubekommen. Die neue Saison bringt uns mehr Spiele, aber weniger Zeit.“

Weiter betonte er: „Ich möchte mich bei allen Vorstandsmitgliedern, die ausscheiden, recht herzlich für die Arbeit in den vergangenen Jahren bedanken.“

Meinschien zum Ehrenpräsidenten ernannt

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es den eigentlichen Höhepunkt. Ein sichtlich gerührter Werner Meinschien wurde einstimmig zum Ehrenpräsidenten des Fußball-Kreisfachverbandes Altmark-Ost ernannt.

Jetzt wartet in den nächsten vier Jahren auf die neue Vorstands-Mannschaft um Michael Müller sehr viel Arbeit.

Der alte Vorstand hat die Messlatte recht hoch angelegt. Aber: „Das Feld ist bestellt.“