Magdeburg l Von Beginn an waren Tempo und Rasse in diesem Derby auf dem Kunstrasengeläuf am Schwarzen Weg. Während der Gastgeber viel mit langen Bällen in die Hälfte und vor das Tor der Preussen kommen wollten, schlugen diese die technisch feinere Klinge, boten den spielerisch besseren Fußball.

Beide Teams verbuchten in der Anfangsphase jeweils eine verheißungsvolle Chance. Zunächst reagierte Preussen-Keeper Steven Ebeling stark gegen einen Kopfball von Enrico Palm (2.). Zwei Minuten später schickte auf der anderen Seite Kapitän Tobias Tietz seinen Teamgefährten Martin Liebold mit einem wundervoll getimten Pass auf Reisen, jedoch setzte der Torjäger das Leder neben das VfB-Gehäuse.

Spiel zwischen den Strafräumen

Danach entwickelte sich ein Spiel zwischen den Strafräumen. Allerdings nahmen die Nicklichkeiten zwischen beiden Teams zu. Nur der langatmigen und unentschlossenen Spielleitung von Schiedsrichterin Sarah Hartmann hatten es letztlich beide Teams zu verdanken, dass sie jeweils zu elft die Begegnung beendeten.

Nach dieser Phase traf Liebold zwar zum 1:0 für die Gäste (25.), doch stand der finale Passgeber Marvin Windelband im Abseits.

Torlos zur Pause

Nach einer halben Stunde kam der junge Valentin Pung immer besser ins Spiel, verzog aber knapp. Da auch Palm (35.) und Liebold (45.) nicht trafen, blieb es zur Pause beim 0:0.

In der zweiten Hälfte setzte sich das intensive Spiel beider Mannschaften fort. Zunächst hatte wieder der VfB die erste Möglichkeit, doch scheitert Palm an Ebeling (46.). Danach übernahmen wieder die Preussen, bei denen sich Isaac Bimenyimana und Patrice Goudou immer mehr in den Mittelpunkt spielten, das Zepter. Doch scheiterten Steve Röhl (60.) und Liebold (63.) an Christoph Breitmeier im VfB-Kasten.

Pung war der Mann der Stunde

Auffälligster Mann der letzten 25 Minuten war der junge Pung auf VfB-Seite. Gleich dreimal scheiterte der junge Mann am Alluminium (66., 80., 87.). „Ich glaube, er ist einfach noch etwas zu jung und unerfahren“, bemerkte Otterslebens Matthias Malchau nach der Begegnung. „Mit etwas mehr Übersicht hätte er wenigsten eine dieser Möglichkeiten genutzt“, so der Mittelfeldspieler, der in der letzten Minute an Ebeling und Tom Kupke scheiterte und die letzte Möglichkeit vergab.

Mit zunehmendem Kräfteverschleiss wechselten sich auf beiden Seiten technisch feine Spielzüge mit dem althergebrachten englischen „Kick and Rush“ ab. Da beide Teams ihre Chancen nicht verwerteten, blieb es beim letztlich verdienten torlosen Remis.