Schwanebeck l Die Kaiser-Elf unterlag am 23. Spieltag im Harzkreis-Derby dem SV Darlingerode/Drübeck mit 3:4.

Im vorletzten Heimspiel der Saison wollten die Schwanebecker endlich den ersten Heimsieg im Jahr 2019 einfahren. Daraus wurde wieder nichts.

Hausherren gehen früh in Führung

Beide Teams gingen offensiv ins Spiel und hatten in der ersten Halbzeit einige gute Chancen. Die erste gehörte den Hausherren, man lief Darlingerode früh an, der Gast spielte zu Torwart Patrick Schimkat in die Mitte zurück. Sebastian Heine hatte das antizipiert und eroberte den Ball, traf zur frühen Führung (5.). Ein Fallrückzieher von Daniel Holtzheuer ging knapp am Gästetor vorbei .

Nach zehn Minuten kam Darlingerode über Niklas Hess in Richtung Grundlinie. Dessen Flanke nutzte Alexander Preiß frei vor dem Tor zum 1:1. Schwanebeck hatte eine Antwort parat, Philipp Reichardt zog einfach mal ab und traf den linken Pfosten, Sebastian Heine verpasste den Abpraller nur knapp (14.). Im Gegenzug kam der Gast erneut über die linke Seite, Hess verfehlte den Kasten jedoch. Auch auf der anderen Darlingeröder Seite wurde Tempo gemacht. Franz Lüderitz passte gefährlich vor das Schwanebecker Tor. Hier rutschte Christian Sellnow – vor dem einschussbereiten Alexander Preiß – in den Ball und bugsierte ihn ins eigene Tor zum 1:2. Darlingerode blieb am Drücker, eine Flanke nahm Johannes Rehse im Strafraum an, verzog jedoch knapp (25.).

Schwanebeck fing sich danach wieder, war gut im Spiel und setzte Darlingerode früher unter Druck. Nach einem Eckball fehlte Markus Bellan das Glück beim Torabschluss. Dries Barner probierte es nach einer halben Stunde per Pike, Keeper Patrick Schimkat klärte mit gutem Reflex zur Ecke.

Heine besorgt den Ausgleich

Nach 36 Minuten wurde Daniel Holtzheuer von Darlingerodes Leeroy Götz gefoult. Sebastian Heine verwandelte den fälligen Strafstoß souverän zum 2:2. Es kam noch besser für Blau-Weiß: Nur Augenblicke vor der Pause wollte Niklas Hess nach einer Ecke den Ball rausköpfen, der Ball landete bei Schwanebecks Erik Hagen. Mit dem Rücken zum Tor hämmerte dieser das Leder aus der Drehung an den Innenpfosten, von wo der Ball zur verdienten Halbzeitführung ins Tor ging.

Nach dem Seitenwechsel drückten die Gastgeber, zwangen die Darlingeröder zu einem gefährlichen Rückpass im eigenen Strafraum. Holtzheuer setzte energisch nach, wurde angeschossen, der Ball trudelte knapp am Gästetor vorbei. Zahlreiche Schwanebecker Angriffe brachten in dieser Phase nichts ein.

Schussphase mit reichlich Spannung

Die Szene in der 70. Minute hatte dann große Bedeutung für den weiteren Verlauf. Beim Fernschuss eines Darlingeröders kam Schwanebecks Kapitän Hagen angeflogen, wollte den sicheren Gegentreffer verhindern und kratzte den Ball, in bester Torwartmanier, mit beiden Händen aus dem Winkel. Es gab Rot für Hagen und einen Handelfmeter. Alexander Preiß ließ Keeper Vincent Matz im Schwanebecker Tor keine Chance – 3:3.

Schwanebeck war in Unterzahl sehr bemüht und spielte auch weiter gut mit. Barner versuchte es aus der Drehung, aber Schimkat war am kurzen Pfosten zur Stelle (81.).

Einen Angriff der Schwanebecker wehrte Darlingerode fünf Minuten vor Ende zunächst ab, der Ball landete erneut bei den Hausherren. Till Breitenbach ließ durch für Philipp Reichardt, dieser zog ab. Der Schuss landete am linken Pfosten, „zum zweiten Mal an diesem Tag, soviel Pech für Reichardt“, meinte Trainer Frank Kaiser später. Aus dem Abpraller entwickelte sich ein gefährlicher Konter. Rehse gewann das Laufduell und schoss zur 4:3-Gästeführung und zum Endstand ein. Auch die letzte gute Möglichkeit hatten die Gäste, als Noel Schelenz den Ball an den linken Außenpfosten hämmerte (90.).