Zerbst l Doppelte Siegfreude gab es am Wochenende bei den Kickern vom VfL Gehrden.

Zerbst spielte munter und druckvoll und erarbeitete sich gute Chancen. Bei einem schnellen Angriff über die rechte Seite setzte sich Carsten Kosel sehr gut durch. Die Flanke zu Thomas Möhring verzog dieser und der Ball zischte knapp am langen Eck vorbei (1.).

Die Rot-Weißen agierten weiter sehr druckvoll und aggressiv. Die nächste dicke Möglichkeit hatte der quirlige Marc Schröter, aber er traf den Ball nicht richtig (7.).

In der Folge konnten sich die Gäste etwas befreien und kamen selbst zu einer Großchance. Nach einem Patzer der Zerbs- ter Abwehrkette tauchte ein Baalberger frei vor TSV-Keeper Ricardo Werner auf, scheiterte jedoch. Kurze Zeit später lief wieder ein Gästespieler frei auf Werner zu, zögerte aber zu lange und die Chance verpuffte (18.).

In der 22. Minute pfiff Schiedsrichter Mario Sämisch (Karith) nach einem Foulspiel der TSV-Defensive zum Elfmeter. Glück für Zerbst, als Pankrath die Kugel an die Latte nagelte. In der 32. Minute eroberte Kosel den Ball und chippte ihn gekonnt auf Schröter, der ihn vom Elfmeterpunkt zum 1:0 unter die Latte hämmerte.

„Wir hatten ein Chancenplus, vor allem viele Standards und Ecken. Da müssen wir mehr draus machen“, kritisierte David Ritze.

Nach der Pause stellte Ritze seine Truppe um. Mit Benedict Schweika kam viel frischer Wind auf der rechten Seite. „Es fehlte aber der goldene Pass“, monierte Ritze, für den das Spiel seiner Männer „bis zum Strafraum gut aussah, aber dann fehlte die beschriebene Durchschlagskraft.“

So konnten auch Florian Böning und Moritz Specht ihre verheißungsvollen Chancen nicht nutzen. Und da greift wieder die alte Fußball-Weisheit: „Wer seine Chancen nicht nutzt, wird bestraft.“

In der 86. Minute verlor Zerbst leichtfertig den Ball. Dann ging es ganz schnell. Thomas Schütze nahm die Flanke gekonnt an und überwand Werner mit einem Heber ins lange Eck zum 1:1 (86.).

„Wir haben in gewissen Situationen zu viele Fehler gemacht. Es war auf jeden Fall mehr drin. Ich denke, hätten wir das 2:0 gemacht, wäre das Spiel gelaufen gewesen“, meinte Ritze.

Zerbst: Werner – Fambach, Alarich (46. Schweika), Sens, Fischer, Böning (83. Möbius), Frens, Kosel, Specht, Möhring, Schröter; SR: Sämisch - Karith; ZS: 39.