Barcelona (dpa) - Beim kriselnden FC Barcelona ist die selbstgesetzte Frist für Verhandlungen über Senkungen der Millionengehälter am 5. November ohne Einigung abgelaufen.

Vertreter des Fußball-Clubs und der Spieler wollten sich nun bis zum 11. des Monats um einen Kompromiss bemühen, schrieben die Sportzeitungen "Mundo Deportivo" und "AS".

Damit war eine einseitige Gehaltssenkung durch den Club vorerst vom Tisch, bei der juristische Streitereien gedroht hätten. Die Vereinsführung sprach zuletzt von der Notwendigkeit, die Gehälter um 190 Millionen Euro zu kürzen. Ein Vorschlag sieht laut "Mundo Deportivo" vor, dass die einbehaltenen Gelder in künftigen Jahren nachgezahlt werden, wenn die Pandemie vorbei ist.

Der Traditionsclub ist spanischen Medienberichten zufolge durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Bedrängnis geraten. Barça könne demnach schon im Januar der Konkurs drohen, wenn die Spieler um Superstar Lionel Messi nicht auf einen Teil ihrer Millionengehälter verzichten. Carles Tusquets, der den Verein als Interimspräsident nach dem Rücktritt von Clubchef Josep Bartomeu führt, hatte sich besorgt über die Finanzen der Blaugrana geäußert, einen Konkurs vorerst aber ausgeschlossen.

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"Mundo Deportivo"

"AS"