London (dpa) - Der Prozess gegen Manchester Uniteds Kapitän Harry Maguire wegen eines Vorfalls auf der griechischen Insel Mykonos wird vor einem höheren Gericht noch einmal aufgerollt, nachdem der englische Fußball-Nationalspieler gegen das Urteil Berufung eingelegt hat.

Der 27-Jährige war in Abwesenheit von einem griechischen Gericht für schuldig befunden worden, einen Polizisten angegriffen und versucht zu haben, Beamte zu bestechen.

Das Gericht in Syros hatte Maguire dafür zu einer Bewährungsstrafe von 21 Monaten und zehn Tagen verurteilt. Der Fußballprofi hatte sämtliche Vorwürfe am Samstag vehement bestritten. Nach dem Urteil teilte Manchester United am Mittwoch in einer Erklärung in britischen Medien mit, Maguires Anwälte hätten Berufung eingelegt, die später angenommen worden sei.

"Laut dem griechischen Gerichtswesen annulliert das Einreichen einer Berufung das ursprüngliche Gerichtsurteil und hebt die Verurteilung auf", hieß es in der Erklärung der englischen Fußball-Rekordmeisters. "Das bedeutet, dass Harry keine Vorstrafen hat und erneut als unschuldig gilt, bis seine Schuld bewiesen ist. Dementsprechend unterliegt er keinen internationalen Reisebeschränkungen."

Der englische Nationaltrainer Gareth Southgate hatte Maguire am Dienstag für die kommenden Nations-League-Spiele in Island und Dänemark nominiert, ihn aber noch am selben Abend wieder gestrichen, nachdem das Urteil aus Griechenland bekannt wurde.

Hintergrund der Angelegenheit war eine tätliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Beteiligten, in die auch Maguire verwickelt gewesen sein soll. Der 27-Jährige war danach vorläufig festgenommen worden. Nach seiner Aussage am Samstag hatte Maguire Griechenland verlassen dürfen.

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BBC-Bericht

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