Paris (dpa) - Nach Enthüllungen über umstrittene Rekrutierungs- Formulare muss der französische Fußball-Meister Paris Saint-Germain (PSG) eine Strafe von 100.000 Euro zahlen.

Das entschied der Disziplinar-Ausschuss der französischen Liga (LFP), wie diese am Dienstagabend mitteilte. Drei Funktionäre, die damals verantwortlich waren, bekamen Geldstrafen auf Bewährung.

In die Affäre hatte sich Ende vergangenen Jahres auch die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Bei einer Untersuchung geht es unter anderem um vermutete Diskriminierung auf Grund der Herkunft, der ethnischen Gruppe oder der Nationalität von potenziellen Spielern.

Nach Recherchen der investigativen Internetzeitung "Mediapart" im Rahmen der sogenannten Football Leaks hatte der Club bestätigt, dass Formulare mit illegalem Inhalt von der Rekrutierungsabteilung verwendet wurden. Auf den Papieren waren Optionen wie "Französisch", "Maghrebinisch", "Westindisch" oder "Schwarz-Afrikanisch" vorgegeben. Die Erhebung ethnischer Daten von Personen ist in Frankreich verboten.

Mitteilung LFP (Frz.)