Luzern (dpa) - Zwei in der Partie gegen Deutschland eingesetzte ukrainische Fußball-Nationalspieler sowie ein weiterer Akteur der Osteuropäer sind positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte der nationale Verband mit.

"Ich bin jetzt überrascht", sagte Bundestrainer Joachim Löw am Tag vor dem Nations-League-Spiel gegen Spanien in Sevilla. Die Testungen der Ukrainer am Freitag und Samstag vor dem Spiel seien ja alle negativ gewesen, meinte der Bundestrainer. "Unser Arzt hat noch einmal versichert, dass wir keine Angst haben brauchen", sagte Löw. Wenn jemand an dem Tag negativ getestet sei, sei er nicht infektiös und könne nicht andere anstecken. "Von daher gehe ich mal davon aus, dass das auch bei uns so bleibt", sagte Löw.

In der Schweiz darf sich die Ukraine in Absprache mit der Europäischen Fußball-Union und den Behörden in Luzern zunächst weiter auf das Nations-League-Spiel am Dienstag vorbereiten. Ob das Spiel tatsächlich angepfiffen wird, ist noch unklar.

Jewgeni Makarenko und Eduard Sobol, die beide am Samstag beim 1:3 gegen das DFB-Team spielten, sowie Dimitri Risnyk wurden inzwischen positiv getestet und durch Spieler aus der U21-Auswahl ersetzt. Vor dem Abschlusstraining am Montag wurden bei der gesamten Mannschaft von Trainer Andrej Schewtschenko PCR-Abstriche angeordnet. Die Ergebnisse seien entscheidend für die Austragung des Spiels.

Schon vor dem Deutschland-Spiel waren am Freitag vier Spieler und der Manager der Ukraine nach der Ankunft in Leipzig positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Leipziger Gesundheitsbehörden hatten am Samstagvormittag keine Team-Quarantäne verhängt, sondern nur weitere Testungen empfohlen sowie eine Kontakt-Nachverfolgung bei den positiv getesteten Akteuren vorgenommen. Auch im Oktober waren zahlreiche ukrainische Spieler wegen Positivtests ausgefallen.

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Mitteilung des ukrainischen Verbandes