Leverkusen (dpa) - Marc-André ter Stegen nutzte das letzte Gruppenspiel der Champions League bei Bayer Leverkusen (1:1) zur Eigenwerbung.

Ter Stegen rettet Barça. Er war als Keeper so beeindruckend wie der nahe gelegene Kölner Dom, kommentierte das spanische Sportblatt AS . Und auch Marca lobte den Ex-Gladbacher, die Niederlage verhindert zu haben: Mit sensationellen Paraden bewahrt er die Katalanen vor einem Debakel.

Der 23 Jahre alte Nationaltorwart wird die Kritiken gern gelesen haben, hätte es aber wohl am liebsten, wenn Barça-Trainer Luis Enrique und Bundestrainer Joachim Löw sie wahrnehmen würden. Denn: Bei Barcelona darf ter Stegen nur in der Champions League spielen, während Rivale Claudio Bravo das Tor in der Primera Division hütet.

Natürlich wünsche ich mir mehr Einsätze, aber das ist eine Situation, mit der ich gut umgehen kann, meinte ter Stegen vor der Partie. Ich versuche, den Trainer zu überzeugen. Dies gilt nicht nur für seinen Heim-, sondern auch für den Bundestrainer. Schließlich möchte der ehrgeizige Schlussmann zur EURO nach Frankreich. Einen seiner Konkurrenten um eine der beiden EM-Planstellen hinter Manuel Neuer hat er zumindest in der Partie gegen Bayer ausgestochen: den seit Junioren-Tagen von ihm wenig geschätzten Bernd Leno.