Berlin (dpa) - Der frühere Fußball-Nationaltorhüter Dieter Burdenski kann sich noch genau an den Moment erinnern, als er bei der Einführung des Elfmeterschießens vor 50 Jahren gleich zwei Strafstöße parierte.

"Der Boden war gefroren, Schnee lag auf dem Rasen, ich hielt zwei Elfmeter – aber das Wichtigste war, dass wir gewonnen haben! Ich war ein junger Torwart und musste versuchen, mich positiv darzustellen, um meine Karriere zu starten. Dieses Spiel war dafür natürlich sehr förderlich", sagte der 70-Jährige den Zeitungen des RND.

Am 23. Dezember 1970 wurde im DFB-Pokal erstmals das Elfmeterschießen durchgeführt. "Es begann eine neue Ära. Früher gab es im DFB-Pokal immer den Münzwurf, der bei Unentschieden über das Weiterkommen entschieden hat. Das Elfmeterschießen war eine Errungenschaft, sportlicher zu werden", sagte Burdenski. Zuvor wurde bei einem Remis der Sieger per Münzwurf ermittelt: "Es muss ja irgendwie eine Entscheidung getroffen werden, und dann ist es besser, wenn der sportliche Ansatz gewählt wird."

Burdenski, damals Keeper des FC Schalke 04, wurde im Dezember 1970 gegen den VfL Wolfsburg zum Matchwinner. "Ich wusste, dass ich nur gewinnen kann als Keeper. In dem Jahr habe ich das erste Bundesliga-Spiel gemacht – mein Stern ging auf. So habe ich das Interesse auf mich gezogen", sagte Burdenski, der von 1972 bis 1988 bei Werder Bremen spielte und dort Ehrenspielführer ist.

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