Zuzenhausen (dpa) - Die TSG 1899 Hoffenheim hat auch noch U-21-Vize-Euroameister Nadiem Amiri an Bayer Leverkusen verloren, dafür soll Nationalspieler Sebastian Rudy wieder in den Kraichgau zurück kehren.

Amiri unterschrieb beim Bundesliga-Rivalen nach Bayer-Angaben einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024. Sein Kontrakt in Hoffenheim wäre im kommenden Juni ausgelaufen. Die Mannschaft des neuen Trainers Alfred Schreuder verliert damit einen weiteren Leistungsträger.

"Es ist mit einer besonderen Wehmut verbunden, wenn uns ein Spieler verlässt, der in der eigenen Akademie zu einem gestandenen Profi reifte und den man sehr lange sehr intensiv begleitet hat", räumte TSG-Direktor Profifußball Alexander Rosen ein. Amiri kostet nach Medieninformationen etwa elf bis zwölf Millionen Euro Ablöse. Der Marktwert des offensiven Mittelfeldspielers liegt allerdings deutlich darüber.

Derweil steht Rudy vom FC Schalke 04 nach Informationen der "Bild"-Zeitung und Deutschen Presse-Agentur vor einer Leihe zu seinem Ex-Club Hoffenheim. Dabei sind nur noch Details zu klären. Die Schalker, die sich derzeit im Trainingslager in Österreich befinden, wollten die Personalie am Dienstag nicht kommentieren.

Der 29-Jährige spielte bereits von 2010 bis 2017 in Hoffenheim und kam 2018 nach einem Jahr beim FC Bayern München zum Revierclub, wo er 21 Bundesligaspiele absolvierte und die hohen Erwartungen nicht erfüllen konnte. Für die Kraichgauer stand der Mittelfeldspieler in der Bundesliga in 212 Partien auf dem Feld und war 2018 WM-Teilnehmer. Sein Vertrag in Gelsenkirchen läuft noch bis zum 30. Juni 2022.

Amiri hatte nach längerer Verletzungspause zuletzt mit der deutschen U21-Auswahl bei der EM in Italien überzeugt. Vor dem Deutsch-Afghanen war bereits Kerem Demirby für eine Ablöse von etwa 32 Millionen Euro nach Leverkusen gewechselt. Zudem haben die Hoffenheimer Stürmer Joelinton (Newcastle United/gut 40 Millionen Euro) und Nationalspieler Nico Schulz (Borussia Dortmund/etwa 25 Millionen Euro) verkauft.

"Obwohl wir bereits frühzeitig und schon unmittelbar nach seiner Verletzung signalisiert haben, dass wir gerne in konkrete Gespräche gehen würden, wollte Nadiem seinen im nächsten Jahr auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Dies gilt es zu respektieren und entsprechend zu handeln", erklärte Rosen.

Mitteilung von Bayer Leverkusen

Mitteilung der TSG 1899 Hoffenheim