Hannover (dpa) - Fußballchaoten von Hannover 96 haben einen Regionalexpress mit Fäkalien verschmutzt und verwüstet.

Laut Polizeiangaben vom Sonntag übergaben sich mehrere Chaoten auf der Rückfahrt vom Bundesligaspiel am Freitagabend beim 1:3 beim FC Schalke 04 in einem Zug zwischen Bielefeld und Hannover. Die Waggons wurden mit Urin und Kot beschmiert. Es habe sich um 50 bis 70 Ultras der Niedersachsen gehandelt, die Höhe des Schadens liege voraussichtlich im hohen fünfstelligen Bereich.

Zudem wurden Deckenverkleidungen eingetreten, Feuerlöscher entleert, Waggons massiv beschmiert und Zigaretten in den Sitzen ausgedrückt. Hannover 96 muss sich langsam fragen lassen, ob das die Fans sind, auf deren Unterstützung sie weiter zählen wollen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei Hannover der Deutschen Presse-Agentur.

In der Vergangenheit waren Teile der 96-Anhänger mehrfach unangenehm aufgefallen. Hannover 96 verurteilt grundsätzlich jede Form von Gewalt und Vandalismus. Sofern möglich, werden wir die Ermittlungsarbeiten der Behörden unterstützen, sagte ein 96-Sprecher.

Dutzende Anhänger des Drittligisten FC Hansa Rostock randalierten am späten Samstagabend auf einem Bahnhof nördlich von Berlin. Drei Polizisten wurden bei dem Einsatz in Oranienburg leicht verletzt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an und stellte die Personalien fest. Die wollten wohl den Zug auseinandernehmen, meinte der Sprecher. Nachdem sich die Lage beruhigt hatte, ging die Fahrt nach Rostock weiter.

Hansa liegt nach dem 0:2 beim Halleschen FC auf dem 18. Rang und damit auf einem Abstiegsplatz. Nach der Niederlage beurlaubte der erfolglose Verein den Trainer und den Sportdirektor.