München (dpa) - Der neue Bayern-Präsident Herbert Hainer will sich in der Öffentlichkeit anders als sein Vorgänger Uli Hoeneß präsentieren.

"Die Reporter werden Uli Hoeneß vermissen. Von mir werden sie nicht so viele Bonmots und Schlagzeilen bekommen", sagte der 65-Jährige im Vereinsmagazin "51". Vor zwei Wochen war der langjährige Adidas-Chef zum neuen Club-Oberhaupt des deutschen Fußball-Rekordmeisters gewählt worden. "Bayern-Präsident ist ein Traum, den ich nie zu träumen gewagt habe", sagte Hainer.

Der gebürtige Niederbayer betonte die Wichtigkeit der Kommunikation um den FC Bayern München. "Ein Verein sollte mit einer Stimme sprechen. Damit meine ich nicht: Nur durch eine Person. Es können sich ruhig mehrere in der Öffentlichkeit äußern – aber sie sollten eine Linie vertreten", sagte Hainer. Er sieht sich nach der Zustimmung von mehr als 98 Prozent der Mitglieder in der Pflicht. "So ein Vertrauensbeweis bedeutet für mich in erster Linie einen gewaltigen Ansporn. Ich muss dem gerecht werden."