Berlin (dpa) - Dem 1. FC Union Berlin könnte nach Fan-Gesängen bei einem Fußball-Testspiel eine Strafe drohen.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, beschäftigt sich das zuständige Gesundheitsamt mit einem möglichen Verstoß gegen aktuell gültige Corona-Maßnahmen, nachdem der Berliner Bundesligist vor der Partie gegen den Zweitligisten Hannover 96 auf die Unterlassung von Fan-Gesängen hingewiesen worden war. "Zurzeit befindet sich das Bezirksamt in Prüfung. Wenn Verstöße vorliegen, werden diese entsprechend geahndet", hieß es vom Gesundheitsamt Treptow-Köpenick.

1795 Zuschauer hatten das 4:1 der Eisernen gegen die Niedersachsen am Donnerstag im Stadion An der Alten Försterei verfolgt. "Wir haben ja niemanden aufgefordert, hier zu singen", argumentierte Unions Kommunikationschef Christian Arbeit. Unter Paragraph 5 der sechsten Corona-Infektionsschutzverordnung heißt es unter Punkt neun: "Fan-Gesänge und Sprechchöre sind zu unterlassen."

"Die Frage ist: Bleiben eigentlich die Regeln nachvollziehbar für die Menschen oder kommen wir langsam an seltsame Grenzen", hatte Arbeit im RBB moniert. Singen in geschlossenen Räumen sei bei Abstand nach wie vor erlaubt, Singen im Freien plötzlich nicht mehr, meinte er.

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RBB-Beitrag

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