Stuttgart (dpa) - DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann hat kein Verständnis für den Einspruch von Eintracht Frankfurt gegen die siebenwöchige Sperre von David Abraham.

"Ich finde das komisch. Ich hätte als Verantwortlicher, glaube ich, eher gesagt: Und ich setze dir noch eine Woche von mir aus drauf, als dass ich gegen das Urteil angegangen wäre", sagte der Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Stuttgart der Deutschen Presse-Agentur.

Der Einspruch nach dem Bodycheck von Kapitän Abraham gegen Freiburgs Trainer Christian Streich habe ihn deswegen "irritiert", sagte Zimmermann, der auch Präsident des Badischen Fußballverbandes ist. "Wenn was passiert, was den Rahmen sprengt und das hat es ganz sicher gemacht, dann wäre es schon schön, wenn auch die Akzeptanz bei dem Club da wäre. Wir reden immer über Werte, und das wäre eine gute Möglichkeit gewesen, zu sagen, wir stehen zu unseren Werten", sagte Zimmermann. Er meinte aber auch: "Sieben Spiele Sperre ist für jemanden, der sieben Wochen seinen Beruf nicht ausüben kann, glaube ich, schon ein dickes Brett."

Eintracht-Kapitän Abraham war nach seiner Attacke gegen Streich bis zum 29. Dezember gesperrt worden. Zudem muss der 33 Jahre alte Argentinier eine Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro bezahlen. Der Routinier hatte Streich in der Nachspielzeit der Partie in der Fußball-Bundesliga in der Coaching-Zone aus vollem Lauf zu Boden gecheckt.

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