Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Fußball Liga hat sich kurz vor dem ersten Montagsspiel dieser Saison noch einmal für die ungewohnte Anstoßzeit gerechtfertigt.

"Zur Vermeidung von Donnerstag-Samstag-Ansetzungen für Europa-League-Starter und zum Schutz des Amateurfußballs wurde diese neue Anstoßzeit (5 von 306 Spielen) mit Zustimmung der Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga eingeführt", hieß es in einer Mitteilung der DFL vom Montag. Die Dachorganisation wies auch erneut darauf hin, dass die Regelung bis einschließlich der Saison 2020/21 gelte.

Vor der Partie Eintracht Frankfurt - RB Leipzig an diesem Montag (20.30 Uhr) gibt es heftigen Widerstand aus der Fanszene. Auch für das Spiel selbst werden massive Proteste erwartet. Montagabendspiele gelten bei den Anhängern von Gäste-Teams als besonders fan-unfreundlich, da sie für solche Begegnungen oft zwei Tage Urlaub nehmen müssen.

Die DFL listete nun fünf Gründe für die Einführung der Montagspiele auf und betonte: "Kommerzielle Gründen waren dabei nicht entscheidend. Auf die fünf Montagsbegegnungen entfällt weniger als ein Prozent der Medienerlöse." Es gebe auch keine Pläne, die Anzahl dieser Spiele auszuweiten. Außerdem sei die Zahl der Spiele an Wochentagen deutlich reduziert worden: In der Bundesliga im Vergleich zur Saison 2016/17 um drei Partien an Wochentagen, in der 2. Liga um 30 Spiele.

DFL-Stellungnahme