Berlin (dpa) - Der Weihnachtsplan von Überraschungs-Trainer Pal Dardai steht schon. Wir werden wieder über Fußball reden, verriet der Chefcoach von Bundesliga-Überflieger Hertha BSC.

Ich habe drei Söhne, meine Frau hat Handball gespielt, begründete Dardai die ungewöhnliche Gestaltung des Familienfests im Hause des Ungarn. Opa ist schon angereist. Heiligabend dann einfach Essen, Trinken und Spaß. Doch zuvor gibt es noch ein wichtiges Spiel, sagte Dardai.

Der Hertha-Trainer will auch am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den Europa-League-Anwärter FSV Mainz 05 nochmals jubeln, dann geht das Jahr 2015 für ihn und den Hauptstadtclub als ein ganz besonderes in die Historie ein. Im Sommer hat Dardai als Trainer-Novize den Abstieg vermieden, jetzt hat der Club im Blitztempo schon 29 Punkte gesammelt und ist auf einen Champions-League-Platz gestürmt.

Ganz sicher ist sich Dardai allerdings nicht, ob seine geschlauchten Profis zum Jahresabschluss noch einmal mit ihrem laufaufwendigen Stil zu jenem Kombinationsfußball finden können, mit dem Hertha im Herbst 2015 so oft überraschte. Ich kann es nicht genau einschätzen, wie die Tagesform aussieht, meinte der 39-Jährige. Torwart Rune Jarstein, der gerade seinen Vertrag bei Hertha bis 2019 verlängert hat, steht im Kader. Sein Einsatz war wegen einer Rückenblessur fraglich gewesen.

Man merkt, dass die gefestigt sind und eine breite Brust haben, sagte Mainz-Trainer Martin Schmidt über die Berliner. Doch auch sein Team zählt zu den positiven Überraschungen der Hinrunde. Der FSV reist mit 24 Punkten und einer Serie von sechs Spielen ohne Niederlage an. Das hätte am Anfang der Saison auch keiner geglaubt. Das Gefühl wollen wir mitnehmen, bemerkte Schmidt.