Frankfurt/Main (dpa) - Eintracht Frankfurt will mit der Stadt als Folge der Corona-Krise über einen Nachlass bei der Stadion-Miete verhandeln.

"Eintracht hat uns darum gebeten, dass wir uns noch einmal zusammensetzen", sagte Sportdezernent Markus Frank der "Bild"-Zeitung. Der Fußball-Bundesligist und die Stadt hatten sich im November 2019 darauf geeinigt, dass die Eintracht vom 1. Juli 2020 an Betreiber der Commerzbank Arena wird. Bisher gibt es zwischen dem Club und der Stadt aber nur eine Absichtserklärung ("Letter of Intent").

"Der Letter of Intent wurde vor der Corona-Krise verabschiedet. Jetzt müssen wir eine Regelung treffen, die den Corona-Fall abbildet", sagte Eintracht-Vorstandsmitglied Axel Hellmann. Da aktuell keine Veranstaltungen und Spiele in der Arena stattfinden, zahle laut "Bild" der Noch-Betreiber, die Stadion GmbH, deshalb zurzeit keine Miete mehr an die Stadt. Die Eintracht will es vom 1. Juli an genauso handhaben.

"Der Profifußball ist in einer extrem schwierigen Situation, doch der Stadt entsteht ebenfalls ein gigantischer Schaden", sagte Sportdezernent Frank. "Aber es ist jetzt der Zeitpunkt, grundsätzlich zu reden, wie man mit den Corona-Folgen umgeht. Wir sind bereit, Dinge neu zu besprechen."

"Bild"-Bericht