München (dpa) - Hansi Flick vom FC Bayern München blickt nach der ersten Enttäuschung über Platz zwei bei der Wahl zum Welttrainer des Jahres mit vollen Fokus dem letzten Spiel des Jahres entgegen.

"Wir nehmen das sportlich. Kloppo hat den Titel mit seinem Trainerteam verdient, genauso wie mein Trainerteam es verdient hätte", sagte Flick am Tag vor dem Bundesliga-Spiel bei Spitzenreiter Bayer Leverkusen. "Natürlich war man ein bisschen enttäuscht - weil wenn man unter den besten Dreien ist, möchte man auch gewinnen. Aber es geht weiter für uns, wir haben neue Ziele, die wir erreichen wollen."

Jürgen Klopp, der den FC Liverpool als Trainer zur ersten enlischen Meisterschaft seit 30 Jahren geführt hatte, war als Welttrainer des Jahres geehrt worden. "Natürlich sind wir auch ein bisschen enttäuscht gewesen, weil wir davon ausgegangen sind, wenn ein Trainer alles holt und alles erreicht, sind wir schon der Meinung, dass er es absolut verdient gehabt hätte", sagte Bayern-Kapitän Manuel Neuer.

Neuer wurde zum Welttorhüter gekürt, Robert Lewandowski zum Weltfußballer. Man habe den besten Trainer, sagte Lewandowski. "Für mich hat Hansi es verdient, diese Trophäe zu gewinnen. Wir wissen für uns, er ist der Beste."

Flick vermochte nicht zu sagen, ob der Wahlausgang pro Klopp möglicherweise mit einem größeren weltweiten Bekanntheitsgrad des Liverpool-Trainers zusammenhänge. Es sei einfach schade für sein Trainerteam, sagte der 55-Jährige. "Aber eine Meisterschaft, ein Pokalsieg, ein Champions-League-Sieg mit einer Mannschaft und all das Drumherum zählt so viel mehr, weil das wahnsinnige Emotionen sind."

© dpa-infocom, dpa:201218-99-744619/3