Düsseldorf (dpa) - Nach dem Europacup-Ausschluss von Manchester City hat Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl das Durchgreifen der UEFA gelobt.

"Ich finde es super, wenn auch bei so großen Mannschaften die Regel eingehalten wird. Das ist eine drastische Strafe, es wird ein Präzedenzfall draus werden", sagte Eberl dem TV-Sender Sky am Samstag vor der Bundesliga-Partie bei Fortuna Düsseldorf. Am Vortag hatte die Europäische Fußball-Union den englischen Meister City wegen Finanzbetrugs für zwei Jahre aus allen UEFA-Wettbewerben verbannt.

Eberl glaubt den europäischen Dachverband bei seiner Entscheidung im Recht. "Die UEFA wird das ja nicht aus blauem Dunst entscheiden", sagte der 46-Jährige. Er sei nun gespannt auf den weiteren Gang des Verfahrens. Manchester City hatte angekündigt, gegen die Sperre vor dem Internationalen Sportgerichtshof vorgehen zu wollen.

Schon jetzt wird spekuliert, ob nach dem UEFA-Urteil das City-Team um Trainer Pep Guardiola und die deutschen Nationalspieler Leroy Sané und Ilkay Gündogan am Saisonende zerbricht. "Das ist ein Wettbewerbsnachteil, den sie sich irgendwo auch eingebrockt haben", sagte Eberl dazu.

Man City soll zwischen 2012 und 2016 Sponsoreneinkünfte weit über Gebühr bewertet und damit bewusst getäuscht haben. Laut den UEFA-Regeln für das sogenannte Financial Fairplay dürfen Clubs, die in den Europapokal-Wettbewerben starten, nicht mehr ausgeben als sie einnehmen. "Grundsätzlich ist Financial Fairplay eine wichtige Basis des Fußballs in Europa", sagte Bayer Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes am Samstag, bezeichnete die Strafe für City aber als "überraschend".

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