Berlin (dpa) - Hertha-Trainer Bruno Labbadia sieht nach Ablauf des Transferfensters keinen Anlass für hochtrabende Saisonziele des Berliner Fußball-Bundesligisten.

"Wir haben nicht die großen Namen oder die fertigen Spieler geholt, wir haben die drittjüngste Mannschaft", sagte Labbadia nach dem Training. Mit den Transferaktivitäten zeigte sich der 54-Jährige nur bedingt zufrieden. "Wir hatten einiges anders vor. Aber wir haben klare Vorgaben aufgrund der Situation, die in der Welt herrscht, die auch in der Bundesliga herrscht", sagte Labbadia.

Michael Preetz erklärte den relativ moderaten Einkaufskurs trotz der Investoren-Millionen. "Wir sind nicht unzufrieden mit dem, was wir gemacht haben. Jetzt können wir das Augenmerk wieder auf den Fußball legen", sagte der Manager. Wichtig sei gewesen, Maß zu halten.

Die Hertha hatte zum Transferschluss am Montag, Mattéo Guendouzi vom FC Arsenal ausgeliehen, Omar Alderete vom FC Basel verpflichtet und den zum FC Augsburg ausgeliehenen Eduard Löwen zurückgeholt. Spekulationen über eine Verpflichtung von Mario Götze bestätigten sich nicht. Der Ex-Nationalspieler wechselte zur PSV Eindhoven. Zuvor hatte die Hertha bereits Alexander Schwolow vom SC Freiburg, und Jhon Cordoba vom 1. FC Köln unter Vertrag genommen, gleichzeitig allerdings viele gestandene Profis wie Vedad Ibisevic abgegeben.

Preetz vermied eine klare sportliche Vorgabe für die mit einem Sieg und zwei Niederlagen gestartete Saison. "Das Ziel bleibt das gleiche. Wir wollen Anschluss an die internationalen Plätze, wollen ranrücken. Aber wir müssen maßvoll mit den Dingen umgehen, das haben wir getan", sagte Preetz.

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