Hamburg (dpa) - Für die angestrebte Last-Minute-Rettung in der Fußball-Bundesliga dient dem Hamburger SV Borussia Mönchengladbach als Vorbild.

In der Saison 2010/11 rettete Trainer Lucien Favre das Team vom Niederrhein, das vom 29. Spieltag an 13 Zähler aus den letzten sechs Spielen holte und seinen Fünf-Punkte-Rückstand auf den Relegationsrang wettmachte. "Die Borussia hat es uns vorgemacht. Das ist unser großes Beispiel, dass wir es auch schaffen können", sagte HSV-Direktor Sport, Bernhard Peters, nach dem 3:2 über Schalke 04.

Durch den Erfolg zog der HSV (22 Punkte) in der Tabelle am 1. FC Köln (21) vorbei und verkürzte den Abstand auf den Drittletzten FSV Mainz 05 (27) auf fünf Zähler. "Wir setzten alle Energie in die letzten Spiele", betonte Peters. Der in überzeugender Manier erkämpfte Erfolg über den Tabellenzweiten aus Gelsenkirchen soll der Auslöser für die HSV-Trendwende nach zuvor 15 Partien ohne Dreier sein.

"Die Spieler wissen jetzt, dass es möglich ist. Vielleicht kriegen wir schon am Samstag den nächsten Sieg hin", meinte Peters mit Blick auf das Gastspiel bei seinem Ex-Club 1899 Hoffenheim. "Wir können das noch schaffen", glaubt HSV-Innenverteidiger Rick van Drongelen.

Dass ein solches Fußball-Wunder möglich ist, haben die Hamburger selbst schon erlebt. 2014/15 schafften die Hanseaten unter Bruno Labbadia ein ähnliches Kunststück. Nach 29 Spieltagen war der HSV Tabellenletzter, holte aber mit zehn Punkten aus den finalen sechs Partien fünf Zähler mehr als Direkt-Absteiger SC Freiburg im selben Zeitraum. Der HSV gewann dann gegen den Karlsruher SC die Relegation.

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