Frankfurt/Main (dpa) - Fünf Tage vor dem Hessenderby gegen Darmstadt 98 ist Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt von einem schweren Trainingsunfall schockiert worden.

Mittelfeldspieler Johannes Flum prallte während der Vormittagseinheit mit seinem Teamkollegen Slobodan Medojevic zusammen und wurde anschließend von einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Am Nachmittag gab der Verein dann das Ergebnis der Untersuchungen bekannt: Flum erlitt einen Bruch der Kniescheibe im linken Knie und soll bereits am Mittwoch operiert werden. Der 27-Jährige droht damit, für den Rest der Saison auszufallen. Gute Besserung auch von unserer Seite, schrieb sogar der nächste Gegner Darmstadt 98 per Twitter.

Das ist tragisch, gerade bei Johannes Flum, der in dieser Saison schon öfters mit kleineren Verletzungen zu kämpfen hatte, und jetzt wieder auf einem guten Weg war, sich in die erste Elf zu kämpfen, sagte Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner. Das bedeutet auch für uns, dass wir wieder einen Ausfall zu beklagen haben. Aber natürlich steht die persönliche Situation von Flum jetzt im Vordergrund.

Nach dem Zusammenprall wurde Flum zunächst noch auf dem Platz behandelt. Eintracht-Trainer Armin Veh brach das Training sofort ab und sagte Journalisten später nur sichtlich mitgenommen: Die Kniescheibe war weg. Medojevic verließ den Trainingsplatz mit bandagiertem Knie, der Serbe scheint sich aber keine schwerere Verletzung zugezogen zu haben.

Vor dem Derby am Sonntag um 17.30 Uhr sind die Frankfurter gerade auf Flums und Medojevics Position im zentralen Mittelfeld erheblich geschwächt. Kapitän Alexander Meier ist nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Mainz 05 gesperrt. Marc Stendera (Muskelfaserriss im Adduktorenbereich), Stefan Reinartz (Entzündung der Patellasehne) und Marco Russ (Muskelfaserriss) plagten sich zuletzt ebenfalls mit Verletzungen herum. Reinartz und Russ konnten am Dienstag immerhin zum ersten Mal wieder mit der Mannschaft trainieren. Auch bei Stendera besteht noch Hoffnung auf einen Einsatz gegen Darmstadt.

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Mitteilung Eintracht Frankfurt