Sinsheim (dpa) - Nach dem neuerlichen Rückschlag im Abstiegskampf lagen die Nerven bei Huub Stevens blank. Der späte Ausgleich beim 3:3 (2:1) gegen Borussia Mönchengladbach hatte den Trainer des Tabellenletzten 1899 Hoffenheim in Rage versetzt.

Die Wut des Holländers entlud sich dann in der Pressekonferenz. Ab und zu muss man draufhauen. Bei bestimmten. Du bist es eigentlich nicht wert, pöbelte der Knurrer von Kerkrade einen Journalisten an. Die beleidigenden Worte waren eine Retourkutsche für einen kritischen Artikel des Berichterstatters vor dem Spiel. Die dünnhäutige Reaktion ist Beleg dafür, wie tief die TSG in der Krise steckt. Sieben Spiele ohne Sieg, nur neun Punkte auf dem Konto - der sportliche Existenzkampf ist im Kraichgau längt in vollem Gang.

Obwohl im vierten Spiel unter Stevens durch Steven Zuber, Eugen Polanski und Nadiem Amiri endlich die ersten Tore gelangen, reichte es wieder nicht für einen Befreiungsschlag. Der Ex-Hoffenheimer Fabian Johnson (5./87.) und Josip Drmic (56.) verdarben dem Coach, der am Sonntag seinen 62. Geburtstag feierte, die Partylaune. Wir sind natürlich enttäuscht. Das darf nicht passieren, haderte Stevens. Die Hoffnung hat er aber noch nicht aufgegeben: Mit dieser Leidenschaft, die wir gezeigt haben, müssen wir Fußball spielen.

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