München (dpa) - Niko Kovac hat sich zwei Tage nach der Trennung vom FC Bayern München persönlich von seiner ehemaligen Mannschaft verabschiedet.

Zusammen mit Bruder Robert Kovac, der als Co-Trainer beim deutschen Fußball-Rekordmeister arbeitete, stattete der 48-Jährige dem Starensemble vor dem Training einen Besuch am Vereinsgelände an der Säbener Straße ab.

"Niko hat sich stilvoll verabschiedet. Viele mussten schlucken", berichtete Hansi Flick, der für zumindest zwei Spiele die Verantwortung als neuer Trainer übertragen bekommen hat.

Am Sonntag hatten sich der Club und der Coach nach der Übungseinheit getrennt. Da am Montag trainingsfrei war, konnte sich Kovac auch da nicht vom Team verabschieden. Ihm war es ein Anliegen, noch einmal persönlich zur Mannschaft zu sprechen. "Man hat anderthalb Jahre auch gut und erfolgreich zusammengearbeitet und sowas geht nicht spurlos an einem vorüber", sagte Flick. "Ich habe Niko und Robert als Mensch schätzen gelernt. Niko ist immer geradeaus. Das sind Dinge, die ich sehr schätze."

Nationalspieler Joshua Kimmich berichtete von einer "komischen und "traurigen Stimmung" in der Kabine. "Weil so ein Abschied zeigt, dass irgendwas vorher nicht funktioniert hat", sagte der 24-Jährige. "Das bedeutet, dass jeder von uns vorher schlechte Arbeit geleistet hat."

Kovac hatte mit den Münchnern in der vergangenen Saison das Double gefeiert, in dieser Saison erlebten die Bayern wiederholt Enttäuschungen. Das 1:5 am Wochenende gegen Eintracht Frankfurt bedeutete das Ende der bis 2021 datierten Zusammenarbeit.

Erst einmal ist der bisherige Co-Trainer Flick in der Verantwortung, ihm assistiert nun Hermann Gerland. Am Mittwoch (18.55 Uhr/Sky) steht für Flick in der Champions League gegen Olympiakos Piräus das erste Spiel in neuer Rolle an.