Leipzig (dpa) - Die Verpflichtung von Julian Nagelsmann als neuer Coach des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig wäre fast geplatzt.

"Weil man im Fußball und gerade in einer Stadt wie Leipzig den Leuten nicht sagen kann, wir machen jetzt ein Übergangsjahr", sagte RB-Sportdirektor Ralf Rangnick der "Welt am Sonntag". Denn der noch beim Liga-Kontrahenten 1899 Hoffenheim unter Vertrag stehende Nagelsmann übernimmt erst ab Juli 2019 bei RB. "Wenn es sechs Jahre lang eigentlich immer nur bergauf ging bis hin zur Champions League und zur Europa League, dann kannst und möchtest du das auch nicht vermitteln", erklärte Rangnick.

Bis zum Saisonende agiert er in Doppelfunktion als Coach und Sportdirektor. "Für mich als Einzelperson ist es bestimmt mit einem gewissen Risiko verbunden. Du bist als Trainer kurzfristig angreifbarer als ein Sportdirektor", sagte Rangnick.

Bei der Kaderplanung wird er die Meinung von Nagelsmann einholen. Generell sei das zwar nicht vorgesehen. "Aber natürlich, sollten wir in der Winterpause an den Punkt kommen, wo wir über die Verpflichtung eines Spielers für den kommenden Sommer entscheiden, würden wir das nicht komplett über seinen Kopf hinweg tun", sagte Rangnick.

Mit seinem Wunschkandidaten könne es dann auch gerne zu harten Auseinandersetzungen kommen. "Hinter verschlossenen Türen dürfen gerne mal die Fetzen fliegen. Was spricht dagegen?", sagte Rangnick. Auch mit den früheren Trainern Alexander Zorniger und Ralph Hasenhüttl habe es kontroverse Diskussionen und Reibungspunkte gegeben: "Das wird mit Julian Nagelsmann nicht anders sein."

Am kommenden Mittwoch treffen die beiden Clubs in der zweiten Runde des DFB-Pokals in Leipzig aufeinander. "Es wird eines der Highlight-Spiele", sagte Rangnick. In der Liga hatte RB Ende September in Hoffenheim mit 2:1 gewonnen.

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