Leipzig (dpa) – Sportdirektor Markus Krösche von RB Leipzig glaubt nicht, dass das rege Interesse vieler Topclubs Einfluss auf die aktuellen Leistungen von Dayot Upamecano hat.

"Wir sind nicht naiv und wissen, dass unsere Spieler für viele Vereine interessant sind. Ich habe jedoch den Eindruck, dass in diesem Fall Upa völlig klar im Kopf ist und die Thematik ihn kaltlässt", sagte Krösche am Dienstag der Online-Plattform "rblive" der "Mitteldeutschen Zeitung".

Schon im vergangenen Sommer war der Abwehrchef des sächsischen Fußball-Bundesligisten begehrt. Dennoch verlängerte der 22 Jahre alte Franzose bis 2023. Der neue Kontrakt soll allerdings eine Ausstiegsklausel über ca. 43 Millionen Euro beinhalten.

Der deutsche Rekordmeister FC Bayern machte zuletzt sein Interesse sogar öffentlich. Doch auch der FC Liverpool könnte für den Innenverteidiger eine mögliche Adresse sein. Zudem öffnet sich nach dem Trainerwechsel beim FC Chelsea eine weitere Möglichkeit für den schnellen und robusten Upamecano. Er selbst will sich angeblich bis Mitte Februar entscheiden.

In Leipzig rechnet man mit einem Weggang des Franzosen, auch wenn Trainer Julian Nagelsmann nach dem Werben der Münchner sagte: "Bei uns wird jetzt keiner unruhig. Wir wissen um die vertragliche Situation bei Upamecano, wir wissen, dass wir ihn natürlich gerne behalten würden. Wir wissen aber auch, wie die Mechanismen im Fußball sind."

Indes hat RB die bevorstehende Verpflichtung des US-Talents Caden Clark dementiert. Es werde weder an einem Vertrag gearbeitet noch über die Ablösesumme verhandelt, teilte der Club der Deutschen Presse-Agentur mit. Zuvor hatten "The Athletic" und andere Medien berichtet, dass ein Wechsel des 17-Jährigen von den New York Red Bulls nach Leipzig sehr nahe sei. Demnach sollte Clark noch ein gutes Jahr in der Major League Soccer spielen und im Januar 2022 nach Sachsen wechseln.

Clark spielt seit vergangenem Jahr für die Red-Bull-Fußballfiliale im Big Apple, in acht Partien erzielte der Mittelfeldspieler drei Tore. Er wird am 27. Mai 18 Jahre alt und wäre nach Tyler Adams der zweite Amerikaner im RB-Team. Dieser hatte im Dezember in einem Interview dem Portal "Transfermarkt.us" verraten, dass Clark ihn in Leipzig auch schon besucht habe. Adams war im Januar 2019 von den New York Red Bulls zu RB Leipzig gewechselt.

© dpa-infocom, dpa:210126-99-180529/3

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