Gelsenkirchen (dpa) - Der Schalker Fußball-Profi Mark Uth macht nur wenige Tage nach seiner Kopfverletzung weiter Fortschritte.

"Er war heute schon bei der Videoanalyse für das Spiel gegen Freiburg wieder dabei. Er macht psychisch und physisch einen guten Eindruck", sagte Schalkes Coach Manuel Baum.

Uth hatte nach einem schlimmen Zusammenprall mit seinem Gegenspieler im Duell zwei Tage zuvor mit dem FC Augsburg (2:2) eine Gehirnerschütterung erlitten und war in ein Krankenhaus eingeliefert worden. "Er war mit sehr viel Energie und einer positiven Haltung dabei. Das hilft uns allen, das zu verarbeiten", kommentierte Baum.

Wie lange der 29 Jahre alte Offensivspieler noch pausieren muss, ließ der Coach offen. "Wie es weitergeht mit ihm, ist schwierig zu sagen. Kopfverletzungen darf man nicht leicht nehmen." Baum riet Uth trotz der großen Fortschritte von einem Stadionbesuch am Mittwoch (18.30 Uhr) im Spiel gegen Freiburg ab: "Da würde ich ihm eher sagen, feuer uns von zu Hause aus an und ruhe dich lieber aus."

Bei allem Frust über den unglücklichen Last-Minute-Gegentreffer zum 2:2 in Augsburg wertete Baum den Auftritt seiner Mannschaft als Fortschritt: "Wir lassen uns nicht von solchen Nackenschlägen nach unten ziehen, sondern wir ziehen uns da wieder raus."

Der Trainer des Tabellenletzten ist guter Dinge, dass sich die Serie von nunmehr 27 Bundesliga-Spielen ohne Sieg dem Ende nähert: "Wir kommen von Spiel zu Spiel näher an den Dreier. Aus meiner Sicht geht die Tendenz in die richtige Richtung, dass es zeitnah der Fall sein wird, dass wir den Bock umstoßen."

Den durch den Ausfall von Uth mitverursachten Engpass in der Offensive könnte Ahmed Kutucu beheben. "Ahmed ist letzte Woche wieder ins Training eingestiegen und macht einen guten Eindruck. Er wäre durchaus eine Option für die Startelf. Im Kader wird er auf jeden Fall dabei sein", sagte Baum.

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