Berlin (dpa) - Torwart-Legende Sepp Maier hat sich kritisch über einen möglichen Wechsel von Alexander Nübel zum FC Bayern geäußert.

Der Weltmeister von 1974 und langjährige Münchner Stammkeeper sagte in der "Bild"-Zeitung, er finde eine Verpflichtung von Nübel überhaupt nicht notwendig. Der Schlussmann wird den FC Schalke 04 am Saisonende verlassen und nach Informationen des Blattes einen Fünfjahresvertrag bei den Bayern erhalten, wo er zunächst die Nummer zwei hinter Neuer werden solle. Eine Bestätigung gibt es dafür bisher allerdings nicht.

Maier verwies darauf, dass Neuer seiner Meinung nach noch drei bis vier Jahre spielen könne und die Bayern genug gute Torhüter in ihren Reihen hätten. "Der nächste Ärger ist programmiert, ich kann mir nicht vorstellen dass das Manuel gefällt", sagte der 75-Jährige. Der 95-malige Nationalspieler fügte hinzu: "Nübel ist viel zu schade für die Ersatzbank. Der muss spielen und will auch spielen, nicht drei Jahre nur warten und trainieren."

Auch die früheren Nationaltorhüter Bodo Illgner und Jens Lehmann äußerten sich kritisch, der einst auch in München aktive Toni Schumacher sagte dagegen: "Wenn Bayern ruft, geht man zu Bayern." Wenn der 23-jährige Nübel am Ende ein Jahr auf der Bank sitzen sollte, werde ihm das nicht schaden.

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