Mainz (dpa) - Suat Serdar verfolgte die Mainzer Nicht-Abstiegs-Party mit Wehmut. Nach zehn Jahren, in denen er alle Nachwuchsteams der Rheinhessen durchlief und zum gefragten Bundesliga-Kicker avancierte, verlässt der U21-Nationalspieler die 05er in Richtung Schalke 04.

"Ich habe ihn nach dem Spiel umarmt und er hatte Tränen in den Augen. Es war für uns beide emotional, denn ich habe ihn viele Jahre lang begleitet", sagte FSV-Trainer Sandro Schwarz zum Abschied seines Musterschülers. "Es tut echt weh."

Dank einer Ausstiegsklausel, die Schwarz bekannt war, löst Serdar seinen bis 2021 gültigen Vertrag auf. Als kleinen Trost streicht der Club eine festgeschriebene Ablösesumme von 10,5 Millionen Euro ein. "Wir haben bis zum Letzten gekämpft, um ihn zu überzeugen, dass er bei uns den nächsten Schritt geht. Es ist aber auch eine Bestätigung für die Arbeit unseres Nachwuchsleistungszentrums", sagte Schwarz.

Der bevorstehende Wechsel zum Vizemeister, wo der frühere Mainzer Manager Christian Heidel die Fäden zieht, kommt für FSV-Sportdirektor Rouven Schröder nicht überraschend. "Wir sind ein Aus- und Weiterbildungsverein. Da ist es normal, dass du einen Spieler verlierst", sagte er. "Gegen gewisse Mechanismen können wir uns nicht wehren. Das ist das Marktgesetz."

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