Leverkusen (dpa) - Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler hat einen heftigen Streit mit einem Fan des Fußball-Bundesligisten nach dem Champions-League-Spiel bei BATE Borissow bestätigt.

In einer persönlichen Erklärung schrieb er auf der Homepage seines Vereins von einer verbalen Auseinandersetzung am Flughafen von Minsk. Dabei seien am Dienstag beiderseits deutliche Worte gefallen.

Diese deutlichen Worte waren Völler zu harsch. Niemand hat das Recht, meinen Verein, für dessen Erfolg wir alles tun, zu diffamieren und handelnde Personen zu beschimpfen, ließ der 55-Jährige wissen. Er habe sich dem Gesprächsbedarf der Fans gestellt, auch im Sinne von Michael Schade. Der Bayer-Geschäftsführer habe wegen Beleidigung seiner Person auf eine Diskussion verzichtet, erläuterte Völler.

Ob er den einzelnen, sehr jungen Fan (Völler) als Pisser bezeichnet habe oder von dem Bayer-Anhänger selbst mit dieser Formulierung bedacht worden sei, ließ Völler in seiner Klarstellung offen. Sein Verbal-Kontrahent sei übers Ziel hinausgeschossen. Darauf habe Völler in ähnlicher Weise reagiert.

Kritik, wenn sie berechtigt ist, muss man sich stellen, man muss sie akzeptieren. Auf dieser Grundlage habe ich mich Gesprächen mit unseren Anhängern nie verweigert. Deswegen würde ich es begrüßen, die Dinge möglichst zeitnah mit den beteiligten Personen zu besprechen und auszuräumen. Denn letztlich geht es uns allen doch immer nur um eines: um den Erfolg! Der Bayer-Sportchef schloss seine Einlassungen durchaus freundlich ab: Herzlichst, Rudi Völler.