Leverkusen (dpa) - Rudi Völler hat Bayer Leverkusens Trainer Peter Bosz gegen Kritik verteidigt. "Das ist das System, das wir wollen und das auch zur Mannschaft passt. Wir wollen diesen Fußball sehen", sagte der Sport-Geschäftsführer des Bundesligisten im Interview des "Kölner Stadt-Anzeiger".

Für die drei Niederlagen in Serie gegen Bremen (1:3), Hoffenheim (1:4) und Leipzig (2:4) sei nicht die offensiv ausgerichtete Taktik des Niederländers verantwortlich. "Wenn Sie die Gegentore gegen Leipzig sehen: Das waren keine System-Gegentore", sagte Völler. Deshalb werde Bayer "diesen Weg weitergehen". Er betonte: "An unserer Strategie wird sich nichts ändern."

Das auf intensives Pressing ausgerichtete System von Bosz war schon in seiner Zeit als Coach bei Borussia Dortmund kritisch hinterfragt worden. Zwar war der Revierclub mit 19 von 21 Punkten famos in die Saison 2017/18 gestartet, danach aber neun Pflichtspiele in Serie ohne Sieg geblieben. Das hatte zur Trennung von Bosz geführt.

Trotz der jüngsten Niederlagenserie ist Völler zuversichtlich: "Ich bin davon überzeugt, dass wir bei sechs ausstehenden Spielen die Qualifikation für die Europa League noch schaffen können." Derzeit rangieren die Leverkusener in der Tabelle bei drei Punkten Rückstand zum Sechsten Wolfsburg auf Platz neun.

Interview mit Völler im Kölner Stadtanzeiger