Frankfurt/Main (dpa) - Nach dem Bundesliga-Derby zwischen Eintracht Frankfurt und Darmstadt 98 (0:1) ist es auch außerhalb des Stadions noch zu Auseinandersetzungen gekommen.

Nach Angaben der Polizei versuchten gewaltbereite Frankfurter Fans, eine Gruppe von Darmstädter Anhängern zu attackieren, die sich gerade auf dem Weg zur S-Bahn befand. Ein massives Polizeiaufgebot konnte verhindern, dass beide Fangruppen aufeinandertrafen.

Die Frankfurter Angreifer gingen jedoch kurz darauf am S-Bahnhof zwei Journalisten an. Einer von ihnen musste nach einem Bericht der Bild-Zeitung zur Untersuchung ins Krankenhaus. Die Polizei bestätigte eine Anzeige wegen Körperverletzung gegen die Eintracht-Fans. Ansonsten gab es rund um das Spiel keine weiteren Verletzten oder Festnahmen. Die Polizei hatte nach der Partie im Stadion einen möglichen Platzsturm Frankfurter Fans verhindert, als sie mit einem Großaufgebot auf das Spielfeld marschierte.

Ich bedauere das sehr und das ist nicht im Sinne von Eintracht Frankfurt, sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen gegenüber dem TV-Sender Sky. Als Konsequenz aus den Ereignissen forderte er: Der Dialog ist unverzichtbar. Wir müssen immer wieder an die appellieren, die Vernunft zeigen und den Fußball lieben. Er kenne keine andere Möglichkeit, als intensiv durch Gespräche auf die Fans einzuwirken. Drakonische Strafen haben in der Vergangenheit zu keiner Veränderung geführt. Wir müssen an die Mehrheit appellieren, dass sich die Vernunft durchsetzt.