Darmstadt (dpa) - Zwei Tore gegen den Ex-Verein - davon träumen viele Spieler. Noch dazu, wenn sie von diesem Ex-Verein kurz zuvor ziemlich unsanft aussortiert wurden. Sandro Wagner von Darmstadt 98 schoss tatsächlich zwei Tore gegen Hertha BSC, das Problem dabei war nur: Beide zählten nicht.

Zwei Tore, zweimal Abseits - am Ende verloren die Lilien mit 0:4 (0:2). Das ist bitter, sagte Wagner. Der Stürmer ist beim Aufsteiger einer von gleich drei ehemaligen Berlinern. Doch während Peter Niemeyer irgendwann als Jugendtrainer zur Hertha zurückkehren wird und Fabian Holland für seinen Wechsel nach Darmstadt zum ersten Mal seine Heimatstadt verließ, ist Wagner auf seinen früheren Club nicht gut zu sprechen. Ich habe keinen Bezug mehr zu Berlin, sagte er vor dem Spiel. Er hat es der Hertha übelgenommen, dass sie ihn im Sommer unbedingt loswerden wollte und zeitweise sogar nicht mittrainieren ließ. Das war kein guter Stil.

Auf der anderen Seite ist der 28-Jährige nach Stationen beim FC Bayern, in Duisburg, Bremen, Kaiserslautern und Berlin erfahren genug, um die Dinge realistisch zu sehen. Das war kein Weltuntergang, sagte er nach der höchsten Saisonniederlage seines neuen Teams. Wir haben noch vor zwei Jahren in der 3. Liga gespielt. Da kann Darmstadt 98 jetzt nicht durch diese Liga marschieren.