Frankfurt/Main (dpa) - Angesichts der vielen Verletzungsausfälle geht Frauenfußball-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg das Länderspiel gegen England am 27. Oktober (16.00 Uhr/ARD) in Wiesbaden vorsichtig an.

"Wir haben uns bewusst dafür entschieden, uns erst am Mittwoch vor dem Spiel zu treffen und nicht die volle Abstellungsperiode auszuschöpfen, damit die Nationalspielerinnen zwei, drei Tage komplett entlastet werden können", sagte Voss-Tecklenburg am Dienstag in einer Video-Pressekonferenz. Das sei mit den Clubs gemeinsam entschieden worden.

Neben den Langzeitverletzten Giulia Gwinn, Kristin Demann (beide FC Bayern München), Sara Doorsoun, Pauline Bremer (beide VfL Wolfsburg), Isabella Hartig (TSG Hoffenheim) und Turid Knaak (Atletico Madrid) drohen auch Kapitänin Alexandra Popp (VfL Wolfsburg) und Lena Lattwein (TSG Hoffenheim) auszufallen.

Voss-Tecklenburg sieht für die Vielzahl der Verletzungen mehrere Gründe. Sie ist aber froh, dass es keine Muskelverletzungen sind, da diese in erster Linie über die Belastungsintensität entstehen. Vor allem die Veränderung in der vergangenen Saison spiele auf physischem Gebiet eine Rolle. Über viele Jahre sei der Ablauf einer Saison in etwa gleich gewesen - dies sei durch Corona nun etwas anders. Generell trete im Herbst aber eine Müdigkeitsphase ein.

"Wir haben sehr viele Spiele, sehr viele englische Wochen. Wir haben Spielerinnen, die das noch nicht gewohnt sind", sagte die Bundestrainerin, betonte aber auch: "Wir nehmen es so, wie es kommt. Aber es tut mir für jede leid, die nicht dabei sein kann. Aber dadurch gibt es auch für andere Spielerinnen die Möglichkeit, in unseren Kader zu kommen und sich bei uns zurechtzufinden."

© dpa-infocom, dpa:201013-99-925519/2

DFB-Aufgebot